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Infektionskrankheiten: Malaria-Impfstoff in Sicht?

<i>Anopheles gambiae</i>
Ein neu entwickelter Impfstoff hat in klinischen Studien in Mosambik an etwa 2000 Kindern im Alter von ein bis vier Jahren eine Infektion mit dem Malaria-Erreger zwar nicht verhindern, aber die Zeitspanne bis dahin um 45 Prozent verlängern können. Außerdem verringerte er das Risiko einer Malaria-Anfalls bei den Kindern im ersten halben Jahr um 30 Prozent und das eines besonders schweren Verlaufs sogar um 58 Prozent.

Die Wissenschaftler um Pedro Alonso von der Universität Barcelona hatten den Kindern drei Injektionen mit dem Wirkstoff RTS,S/AS02A oder ein Placebo verabreicht. Bei 1600 Teilnehmern kontrollierten sie im folgenden halben Jahr den Erfolg, mit dem die Vakzine den Ausbruch der Krankheit beeinflussen konnte. Die weiteren 400 Kinder beobachteten die Forscher noch längere Zeit, um zu sehen, inwieweit der Impfstoff Neuinfektionen verhindern konnte. Insgesamt wurde die Substanz von den Kindern gut vertragen.

Bis der Impfstoff auf den Markt kommen könnte, wird aber noch einige Zeit vergehen. Der Hersteller des Impfstoffs, das Pharmaunternehmen GlaxoSmithKline, könnte die notwendigen Tests für die Lizenz von RTS,S/AS02A vielleicht bis 2010 abschließen. Malaria fordert weltweit jährlich ein bis drei Millionen Opfer, die meisten davon Kinder.

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