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Sonnensystem: Manche Meteorite wachsen langsamer

Martin Bizzarro vom dänischen Lithosphären-Zentrum und Alex Halliday von der ETH Zürich haben nachgewiesen, dass scheinbar unterschiedlich alte Meteoritenbestandteile doch auf die gleiche Zeit zurückgehen – einige Formen brauchten nur etwas länger, um sich zu bilden. Zuvor gab es Diskrepanzen zwischen den Altersmessungen an Kalzium-Aluminium-Einschlüssen (calcium aluminium inclusions, CAI) und Chondrulen (oder Chondren) aus Gemischen von Eisen, Magnesium und Silizium: Die CAI-Proben sahen um zwei bis drei Millionen Jahre älter aus. Nach der Theorie sollten aber beide Gruppen etwa gleich alt sein.

Die Analyse von Magnesium- und Aluminium-Isotopen aus dem Allende-Meteoriten ergab nun, dass sich sowohl CAI als auch Chondrule vor etwa 4,5 Milliarden Jahren formten. Allerdings war dieser Vorgang bei den CAIs nach rund 50 000 Jahren abgeschlossen, während er sich bei den Chondrulen über 1,4 Millionen Jahre hinzog.

Mit diesem Befund lassen sich Theorie und Beobachtung wieder in Einklang bringen. Aus der Untersuchung von Meteoriten erhoffen sich Wissenschaftler Hinweise auf die Entstehungsgeschichte des Sonnensystems und der Planeten.

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