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Endokrinologie: Mangel an Glückshormon macht aggressiver

Ein niedriger Serotoninspiegel bewirkt, dass wir auf unfaire Behandlung aggressiver reagieren, berichten Forscher um Molly Crockett von der University of Cambridge.

Die Wissenschaftler unterzogen 20 Probanden dem so genannten "Ultimatum-Spiel". Dabei darf einer von zwei Spielern einen Geldbetrag zwischen sich und dem Mitspieler aufteilen. Lehnt letzterer das Angebot als unfair ab, gehen beide leer aus.

Diejenigen Probanden, welche zuvor ein den Serotoninspiegel senkendes Medikament erhalten hatten, lehnten ungerechte Vorschläge sehr viel häufiger ab als solche, die nur ein Placebo eingenommen hatten. Die Wissenschaftler folgern daraus, dass das Glückshormon entscheidend beeinflusst, ob wir uns gegen unfaire Behandlung wehren oder unsere Rachsucht im Zaum halten.

Serotonin reguliert unter anderem den Blutdruck und löst ein Gefühl der Zufriedenheit aus, was ihm den Spitznamen "Glückshormon" eingebracht hat. Ein Mangel an der Aminosäure Tryptophan – einer Vorstufe des Serotonin – zum Beispiel durch falsche Ernährung kann zu verminderter Serotoninausschüttung führen. Diese wird auch mit Depressionen und Angstzuständen in Verbindung gebracht. Verliebtsein dagegen erhöht den Serotoninspiegel im Gehirn. (alj)
07.06.2008

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum - Die Woche, 07.06.2008

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