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Ökologie: Markierte Pinguine leiden unter negativen Langzeit-Folgen

Im Vergleich zu unmarkierten Artgenossen erreichen Königspinguine (Aptenodytes patagonicus), die von Forschern mit so genannten flipper bands individuell gekennzeichnet werden, verspätet ihre Brutplätze und produzieren weniger Nachkommen, die zudem geringere Überlebenschancen haben. Dies berichten Wissenschaftler des Ökologischen und Energiephysiologischen Zentrums in Straßburg, die das Schicksal von gekennzeichneten sowie unmarkierten Tiere mit Hilfe von zusätzlich implantierten Mikrotranspondern über einen Zeitraum von fünf Jahren verfolgt und verglichen hatten.

Flipper bands sind Edelstahlbänder, die in den 1950er Jahren zur Kennzeichnung von Delfinen entwickelt wurden, bei denen sie um eine Flosse geschlungen werden. Sie werden allerdings verbreitet auch bei Pinguinen eingesetzt, die wegen ihrer besonderen Beinanatomie nicht wie andere Vögel beringt werden können. Die Bänder werden hier am Flügel befestigt. Eine derartige Markierung sei für die betroffenen Individuuen innerhalb der Population unerwartet nachteilig und könne somit auch die mit Hilfe dieser Kennzeichnungsmethode erhoben ökologischen Beobachtungsdaten wertlos machen, warnen die Wissenschaftler.

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