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Marokkos widersprüchliche Wasserstrategie: Riskante Wette auf grünen Wasserstoff

In Marokko ist das Wasser knapp. Dennoch möchte das Land grünen Wasserstoff exportieren und dafür viel Wasser und Energie aufwenden. Sitzt die Bevölkerung bald auf dem Trockenen?
Luftaufnahme eines großen Staudamms in einer trockenen, bergigen Landschaft. Der Damm erstreckt sich über ein Tal und hält einen großen, ruhigen Stausee zurück. Auf dem Damm sind in weißer Farbe groß das Pentagramm aus der Flagge Marokkos und arabische Schriftzeichen geschrieben. Die Umgebung ist karg mit vereinzelten Büschen und felsigen Hügeln. Der Himmel ist klar und blau.
Eine schwere Dürre im Jahr 2023, aus dem das Foto stammt, ließ auch den Wasserstand in diesem Stausee im Süden Marokkos sinken.

Beim Blick auf die saftig grünen Terrassenfelder und die weißen Blüten der Kirschbäume im Imlil-Tal inmitten des Atlasgebirges in Marokko ist es schwer vorstellbar, dass hier sieben Jahre lang das Wasser knapper und knapper wurde. Aufgrund der anhaltenden Dürre schrumpften auch die nahe gelegenen Schneefelder. Deren Schmelzwasser ist entscheidend für die Landwirtschaft von Imlil, rund 60 Kilometer südlich der Stadt Marrakesch.

Nicht nur Imlil hatte mit dem ausbleibenden Regen zu kämpfen; ganz Marokko verlor im Jahr 2025 rund ein Drittel seiner Anbauflächen, die hauptsächlich für Getreide genutzt werden. Mit Stauseen, innovativen Bewässerungstechniken und Meerwasserentsalzungsanlagen will die Regierung nun gegen die Wasserknappheit ankämpfen. Gleichzeitig plant das Land jedoch, ein weiteres, wasserintensives Produkt herzustellen: grünen Wasserstoff für den Eigenbedarf und den Export. Deutschland hat bereits Interesse bekundet.

Problematisch ist das allerdings nicht nur wegen der knappen Wasserressourcen. Die Herstellung des Wasserstoffs soll unter anderem in der Westsahara stattfinden – einem Gebiet, das nie entkolonialisiert wurde und das Marokko in Teilen besetzt. Wie wirkt sich das auf die lokale Bevölkerung in Marokko und der Westsahara aus?

Imlil |

Am Fuß der hohen Gipfel des Atlasgebirges reihen sich Häuser und Felder zahlreicher Dorfbewohner aneinander, die ihren Lebensunterhalt mit Landwirtschaft und Tourismus verdienen.

Hamid Tansin, der eine kleine Anbaufläche am Rand des Toubkal-Nationalparks besitzt, erklärt: »Im Jahr 2026 müssen wir uns über die Wasserversorgung bislang keine Sorgen machen. Es ist genug für alle da.« Tansin ist außerdem Bergführer. Der Toubkal ist der höchste Gipfel des Atlasgebirges, den jährlich mehrere Tausend Touristinnen und Touristen von Imlil aus besteigen wollen.

Über einen Schotterweg läuft Tansin vorbei an Kirsch- und Apfelbäumen, dazwischen stehen vereinzelte Häuser. Einige haben große Terrassen mit Sonnenliegen, auf denen Reisende das Panorama genießen. Durch den Tourismus und die Installation von Wasseranschlüssen in Privathäusern sei der Wasserverbrauch stark gestiegen, während die Ressource in den zurückliegenden Dürrejahren immer knapper wurde, sagt Tansin. Infolge des fehlenden Niederschlags im Winter und steigender Temperaturen schrumpften die Schneefelder des Toubkal, deren Schmelzwasser nach dem Winter für Wasser im Tal sorgt.

Seguias |

Mit dieser alten Bewässerungstechnik verteilen Landwirte das Wasser über offene Kanäle auf den Feldern.

Das ist ein echtes Problem für Tansins Terrassenfelder, auf denen er Walnüsse und Äpfel anbaut. Auf den mit grauem Stein befestigten Terrassen stehen die Apfelbäume bereits in voller Blüte, während die Äste der Walnussbäume noch kahl in die Höhe ragen. Dazwischen fließt ein Bach beständig und klar den Berg hinunter. In den letzten Sommern sei statt des gut gefüllten Gebirgsbachs nur ein kleines Rinnsal angekommen, erinnert sich Tansin. Aber vielleicht ist eine Lösung gerade in Arbeit.

Ein Land kämpft gegen die Austrocknung

Rund 90 Kilometer von Imlil entfernt hat Marokko den Staudamm Ait Ziat gebaut. Der Stausee wird vom Fluss Oued Ziat sowie durch Regenfälle gespeist und ging im Frühjahr 2026 in Betrieb. Er ist nur eines von mehr als 300 Stauseeprojekten Marokkos. Alle haben das Ziel, eine konstante Wasserversorgung für Haushalte, für die Landwirtschaft und den Tourismus zu gewährleisten. Ob der Stausee auch Imlil mit Wasser versorgen wird, dazu äußerte sich das zuständige marokkanische Wasser- und Ausstattungsministerium auf Anfrage nicht.

Terrassenanbau |

Traditionelle Wälle machen das knappe Wasser in den steilen, trockenen Tälern Marokkos optimal nutzbar.

Ohnehin sind Staudämme kein Garant für die Wasserversorgung in Dürrezeiten. Das bewies Marokkos zweitgrößter Stausee Al Massira eindrücklich. Im Jahr 2024 waren in ihm nur noch drei Prozent des Wassers vorhanden, das er noch 2019 enthielt. Die Folgen waren verheerend: Landschaftliche Flächen gingen verloren, und in der Folge stieg die Arbeitslosigkeit in der Region, in der die Landwirtschaft ein wichtiger Wirtschaftszweig ist. Etwa ein Drittel der Menschen in Marokko arbeitet in diesem Bereich. Der Al-Massira-Staudamm ist dabei nur ein Beispiel für ein nationales Phänomen.

Laut der Weltbankstudie »Continental Drying«, die den Rückgang von Süßwasserressourcen weltweit mit Satellitenbildern untersucht, liegt Marokko – wie auch Süd- und Mitteleuropa – in einer Region, die von extremer Austrocknung betroffen ist. In Marokko wird mehr Süßwasser verbraucht, exportiert oder es verdunstet, als durch Niederschläge oder Flüsse nachkommt. Jährlich sinkt der Süßwasserpegel um etwa 0,5 Zentimeter.

»Der größte Faktor, warum die Pegel sinken, ist ganz klar die Übernutzung durch die Exportlandwirtschaft, die sehr lukrativ ist und in den Händen von einflussreichen Menschen liegt«, sagt Annabelle Houdret, Politikwissenschaftlerin und Marokko-Expertin vom German Institute of Development and Sustainability (IDOS). Zu diesen einflussreichen Menschen zählt auch Marokkos Premierminister Aziz Akhennouch. Ihm gehört die Akwa Group, ein Mischkonzern, der in zahlreichen marokkanischen Schlüsselindustrien tätig ist.

85 Prozent des marokkanischen Wasserverbrauchs gehen aktuell auf die Landwirtschaft zurück. Das Wasser stammt nicht nur aus Stauseen, sondern auch aus Grundwasserressourcen. Darunter sind solche, die sich nicht mehr erneuern.

Allzweckwaffe Entsalzung

Über die Frage, wie Marokko seinen Wasserbedarf in Zukunft decken soll, hat sich der Staat weit vor der letzten Dürre Gedanken gemacht. Bereits im Jahr 2009 arbeitete Marokko eine Wasserstrategie aus, zu der auch der Bau der Stauseen gehört. Außerdem sah die Strategie den Einsatz von Tröpfchenbewässerung in der Landwirtschaft, Wasserautobahnen vom regenreichen Norden in andere Regionen sowie die Wiederaufbereitung von Abwasser für die Landwirtschaft vor. Dazu kommen Entsalzungsanlagen an der Atlantikküste.

320 Millionen Kubikmeter Trinkwasser werden jährlich per Entsalzung gewonnen, bis 2030 plant Marokko fünfmal so viel entsalztes Trinkwasser zur Verfügung zu stellen. Allerdings hat das einen Preis: Die Abfallstoffe wie Salz und Chemikalien werden in der Regel zurück ins Meer geleitet. Das ist ein Risiko für das atlantische Ökosystem, das wiederum die Lebensgrundlage für zahlreiche marokkanische Fischerinnen und Fischer ist.

»Dieses Risiko erhält bei den Konferenzen zu grünem Wasserstoff kaum Aufmerksamkeit«, sagt der Anthropologe Mostafa Lotfy von der Rice University in Houston, der die marokkanische Energiewirtschaft untersucht. Denn Wasserentsalzungsanlagen präsentiert Marokko nicht nur als Lösung für den Verbrauch von Wasser in der Landwirtschaft, im Tourismus und in Privathaushalten, sondern auch in der Industrie. Ganz vorn: die Herstellung von grünem Wasserstoff mit erneuerbaren Energien. Das Projekt hat Marokko als zukunftsweisend auserkoren.

»Das Risiko für das Ökosystem bekommt bei den Konferenzen zu grünem Wasserstoff kaum Aufmerksamkeit«Mostafa Lotfy, Anthropologe

Marokko möchte grünen Wasserstoff produzieren, der in der Stahl- und Chemieindustrie sowie bei der Düngemittelproduktion eingesetzt werden soll. In einer klimaneutralen Industrie soll Wasserstoff bei den energieintensiven Herstellungsprozessen an die Stelle fossiler Rohstoffe treten. Ein zentraler potenzieller Abnehmer: die deutsche Industrie.

Export gegen lokale Bedürfnisse

Es war Deutschland, das Marokko zum Aufbau eines Produktionsstandorts für grünen Wasserstoff motivierte. Es bezuschusste bereits die Pilotanlage auf dem Universitätscampus in Ben Guerir und die Wasserstoffplattform bei Jorf Lasfar. Diese Anlage soll das marokkanische Unternehmen Office Chérifien des Phosphates (OCP), das Phosphatprodukte herstellt, mit grünem Ammoniak versorgen. Im Jahr 2024 hatte Marokko dafür Gebiete von insgesamt 300 000 Hektar ausgeschrieben, auf denen Investoren Wasserstoff gewinnen können. So sollen bis zum Jahr 2030 rund 30 Milliarden Euro nach Marokko fließen.

Acht Millionen Tonnen grüne Wasserstoffderivate (wie Ammoniak und Methanol) will Marokko bis 2030 produzieren. Dabei sind je nach Verfahren rund 20 Liter Wasser pro Kilogramm Wasserstoff nötig. »Allerdings handelt es sich bei diesen Zahlen nur um Schätzungen«, erklärt Mostafa Lotfy. »Wie viel Wasser verbraucht wird, hängt letztlich von den verwendeten Techniken ab und davon, wie viele der Projekte tatsächlich realisiert werden.« Bisher ist außer der Pilotanlage in Ben Guerir noch keine der Anlagen in Betrieb.

Abgesehen davon, welchen Einfluss die Wasserstoffproduktion zukünftig genau auf Marokkos Wasserhaushalt haben wird, kritisiert Annabelle Houdret, dass Marokko beim Wassermanagement klare Prioritäten setze: Großbetriebe, die für den Export produzieren, würden bevorzugt, wenn es um die Genehmigung von Brunnen gehe oder um die Verteilung von Wasser aus den Stauseen. Ähnliche Dynamiken beobachtet die marokkanische Sozialwissenschaftlerin Ouafa Haddioui bei der Solaranlage Ouarzazate: »Die Hauptwasserquelle der Region, der Al-Mansour-Eddahbi-Stausee, wurde für die Reinigung der Solarreflektoren und die Kühlung der Turbinen genutzt. Diese Priorisierung industrieller Bedürfnisse über die lokale Lebensgrundlage hat zu akutem Wassermangel für die Anwohner geführt.« Das Szenario könnte sich bei der Wasserstoffproduktion wiederholen.

Wie in den marokkanischen Tomaten, Datteln und Co, die deutsche Supermarktregale füllen, wird auch im grünen Wasserstoff auf indirekte Weise Wasser ausgeführt werden – Wasser, das für die Herstellung gebraucht wurde und somit nicht mehr für andere Zwecke nutzbar ist. Marokko exportiert schon jetzt jährlich etwa 500 Millionen Kubikmeter dieses sogenannten virtuellen Wassers. Heute stehen der marokkanischen Bevölkerung nur noch 600 Kubikmeter Wasser pro Kopf und Jahr zur Verfügung; im Jahr 1960 waren es noch mehr als dreimal so viel.

Auch im grünen Wasserstoff wird auf indirekte Weise Wasser aus Marokko ausgeführt werden

Die Meerwasserentsalzungsanlagen mit ihrer zentralen Bedeutung sowohl für die Landwirtschaft als auch für die Wasserstoffproduktion benötigen darüber hinaus Energie – viel Energie. Marokko gewinnt bereits knapp ein Drittel seines Stroms aus erneuerbaren Quellen. Doch er kommt auch aus Windkraftanlagen in der Westsahara.

Mit Investitionen Fakten schaffen?

Bei der Westsahara handelt es sich um ein Gebiet, das die Vereinten Nationen als nicht selbstregiert einstufen. Marokko besetzt weite Teile davon seit dem Abzug der ehemaligen Kolonialmacht Spanien und erachtet es als sein Staatsgebiet. 2002 hatte der UN-Rechtsberater Hans Corell ein Gutachten zum Umgang mit Ressourcen aus der Westsahara erstellt und kam zu dem Schluss, Marokko sei im völkerrechtlichen Sinn nicht die verwaltende Macht der Westsahara. Daher bedürfe die Nutzung von Ressourcen in der Westsahara der Zustimmung der dort lebenden Bevölkerung. Zu diesen Ressourcen gehören der Wind und das Land, auf dem die Anlagen stehen.

Unter den Herstellern der bereits bestehenden Windparks in der Westsahara ist das deutsche Unternehmen Siemens Energy. Das Management der Firma hat zudem Interesse bekundet, sich am Bau einer Stromtrasse aus der Westsahara nach Casablanca zu beteiligen. Weite Teile des Gebiets, das Marokko 2024 für Wasserstoffprojekte ausgeschrieben hat, liegen in der Westsahara. Unter den Interessenten ist das Konsortium ORNX, zu dem die deutsche Firma Nordex gehört. Die Anlagen sollen in den Gebieten Boujdour, Dakhla und El Aaiún künftig Wasserstoff produzieren – alle drei liegen auf dem Territorium der Westsahara.

Windkraftanlagen in Marokko |

Das Land an der windreichen Atlantikküste will bis zum Jahr 2030 mehr als die Hälfte seines Stroms aus erneuerbaren Energien gewinnen. 

Sara Eyckmans von der NGO Westsahara Ressource Watch (WSRW) sieht solche Vorhaben kritisch: »Das sind nicht einfach nur Projekte, die erneuerbare Energie produzieren, es sind auch Projekte, die in einem Gebiet stattfinden, das nicht selbstregiert ist, sondern unter marokkanischer Militärbesetzung steht.« Eyckmans befürchtet, dass Marokko diese Projekte dazu nutzt, mehr Länder dazu zu bringen, die Westsahara als Teil des marokkanischen Territoriums anzuerkennen, weil sie entweder von Produkten profitieren, die aus der Westsahara stammen, oder selbst in dem Gebiet investieren wollen.

»Marokko ist das einzige Land, das in dieses Gebiet investiert und dort tatsächlich eine Infrastruktur aufbaut«, sagt dagegen der unabhängige Energieberater Dieter Uh, der unter anderem den Aufbau der Wasserstoffpilotanlage in Ben Guerir begleitet hatte. Eyckmans betont allerdings, das passiere unter systematischer Ausgrenzung der lokalen Bevölkerung. Diese werde auf dem Arbeitsmarkt gegenüber marokkanischen Siedlerinnen und Siedlern, die mittlerweile die Mehrheit der Bevölkerung stellten, diskriminiert. Außerdem dokumentiert Amnesty International die strafrechtliche Verfolgung von Menschen, die sich für die Unabhängigkeit der Westsahara aussprechen.

»Marokko ist das einzige Land, das in dieses Gebiet investiert und dort tatsächlich eine Infrastruktur aufbaut«Dieter Uh, Energieberater

Wie positioniert sich die Bundesregierung? Schließlich hat Deutschland von Beginn an die Entwicklung der Produktion des grünen Wasserstoffs unterstützt. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung betont auf Anfrage, es werde aktuell keine Wasserstoffproduktion in der Westsahara mit deutscher Unterstützung geben, »aufgrund des völkerrechtlich umstrittenen Status«.

Strom aus der Westsahara wird sich dennoch in der Lieferkette des grünen Wasserstoffs finden. Bisher beginnt Marokko gerade erst mit der Wasserstoffproduktion, und die Frage ist ungelöst, wie der Wasserstoff nach Deutschland transportiert werden kann. »Bis es so weit ist, wird über die Westsahara international Klarheit herrschen«, schätzt Annabelle Houdret vom IDOS. Dabei bezieht sie sich auf den US-amerikanischen Vorstoß im UN-Sicherheitsrat, der sich für einen von Marokko vorgeschlagenen Autonomieplan ausspricht. Die diesbezügliche Resolution, die 2025 verabschiedet wurde, ist allerdings umstritten, da sie das Recht der lokalen Bevölkerung auf Selbstbestimmung untergräbt. Dabei handelt es sich vor allem um die Volksgruppe der Sahrauis, die heute zu großen Teilen im Exil in Flüchtlingslagern in Algerien lebt.

Ob die Sahrauis in Zukunft eine echte Chance bekommen, über ihre Ressourcen mitzubestimmen, ist offen. Und auch im Imlil-Tal bleibt die Frage, was passiert, wenn die nächste Dürre kommt. Hamid Tansin hat mit dem Bau eines kleinen Stauwalls vorgesorgt. So kann er etwas Wasser von dem Gebirgsbach für die Bewässerung während der trockenen Sommermonate abzweigen. Zudem hat sein Dorf unter Eigenregie ein kleines unterirdisches Wasserreservoir angelegt. Ob das in längeren Dürreperioden Abhilfe schaffen kann, weiß Hamid Tansin nicht. »Vorerst haben wir Wasser«, sagt er. »Was danach kommt, werden wir dann sehen.«

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  • Quellen
  • Haddioui, O., Extractivism Policy Brief 10.17170/kobra-2025090911450, 2025
  • World Bank, 10.1596/978–1-4648–2269–8, 2025

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