Direkt zum Inhalt

Mars-Mission: InSight geht in den Ruhestand

Die Mission gilt als sehr erfolgreich, doch nun geht sie zu Ende. Die NASA empfängt von ihrer Sonde auf dem Nachbarplaneten kein Signal mehr.
Raumsonde InSight im Porträt

Sie musste »sieben Minuten des Terrors« überstehen; später hakte dann eines ihrer wichtigsten Messinstrumente, bevor die NASA-Ingenieure es wieder flottbekamen: Seit November 2018 war die NASA-Sonde »InSight« auf dem Mars aktiv, doch kurz nach dem vierten Jahrestag ihrer Landung endet die Mission. Wie die NASA berichtet, können die Projektbeteiligten keinen Kontakt mehr zu dem Gerät herstellen.

Nach zwei gescheiterten Versuchen geht die Missionskontrolle davon aus, dass die solarbetriebenen Batterien des Raumfahrzeugs keine Energie mehr haben und erschöpft sind. Das letzte Mal, dass »InSight« mit der Erde kommunizierte, war am 15. Dezember 2022. Die NASA wolle sicherheitshalber weiterhin nach einem Signal des Landegeräts lauschen, aber es gilt als unwahrscheinlich, dass man nach diesem Zeitpunkt noch einmal etwas empfangen wird.

»InSight« sollte vor allem die Geologie und den inneren Aufbau des Mars untersuchen. Die Daten lieferten Details über die inneren Schichten des Planeten, die überraschend starken Überreste des erloschenen magnetischen Dynamos unter der Oberfläche, das Wetter in dieser Region unseres Nachbarn, und sie zeigten eine Menge Erdbebenaktivitäten. Insgesamt registrierte das Seismometer 1319 Marsbeben, darunter solche, die durch Meteoriteneinschläge verursacht wurden, von denen der stärkste Ende letzten Jahres Eisbrocken von der Größe eines Felsblocks frei legte. Die heftigste Erschütterung hatte eine Magnitude von 4,7 und ist das bislang schwerste Erdbeben, das außerhalb der Erde gemessen wurde.

Über die Einschläge und die ausgelösten seismischen Wellen lässt sich das Alter der Planetenoberfläche bestimmen. Außerdem können die Wissenschaftler neue Erkenntnisse zur Kruste, dem Mantel und dem Kern des Planeten gewinnen. »Wir haben ›InSight‹ in den letzten vier Jahren als unseren Freund und Kollegen auf dem Mars betrachtet, daher fällt uns der Abschied schwer«, sagt Bruce Banerdt, der Leiter der Mission. »Aber er darf in den wohlverdienten Ruhestand gehen.«

Schreiben Sie uns!

Wenn Sie inhaltliche Anmerkungen zu diesem Artikel haben, können Sie die Redaktion per E-Mail informieren. Wir lesen Ihre Zuschrift, bitten jedoch um Verständnis, dass wir nicht jede beantworten können.

Partnerinhalte