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News: Marsrover erwachten zu neuem Leben

Zwei Monate, nachdem ein Staubsturm den Himmel des Mars verdunkelte und die Raumsonden Spirit und Opportunity zu zerstören drohte, setzen die beiden solarbetriebenen Rover der NASA nun ihre Mission fort.
Opportunity wird am 11. September, nach einiger Verspätung, zu seinem Abstieg in den Victoria-Krater aufbrechen. Opportunitys Zwilling Spirit überstand den Sandsturm ebenfalls unbeschadet und erklomm bereits am 5. September ein Plateau, auf dem die Wissenschaftler Wassereis vermuten.

Im Victoria-Krater befindet sich eine helle Felsschicht, die vermutlich Verbindungen enthält, die sich durch Wechselwirkungen zwischen der Marsatmosphäre und der Oberfläche des Planeten vor mehreren Millionen Jahren bildeten. Zu dieser Zeit, so vermuten die Wissenschaftler der Marsmission, wies die Atmosphäre eine völlig andere Zusammensetzung als heute auf. Der Vikoria-Krater ist mit seinem Durchmesser von rund siebenhundert Metern der größte, dem die Marssonden während ihrer Mission einen Besuch abstatteten.

Die Sandstürme vom Juli diesen Jahres ließen so wenig Sonnenlicht zur Oberfläche des Roten Planeten durchdringen, dass die Energieversorgung der Rover beinahe zusammenbrach. Sie arbeiteten in dieser Zeit auf Sparflamme. Die NASA-Ingenieure vom Jet Propulsion Laboratory (JPL) in Pasadena, Kalifornien, reduzierten die Kommunikation mit der Erde auf ein Minimum und ließen die Roboter nur die nötigsten Arbeiten verrichten. Der Himmel über Spirit und Opportunity ist derzeit noch immer von Staub durchsetzt, doch er hat sich seit Anfang August wieder spürbar aufgehellt.

Trotz allem bedeckte der Sturm die Solarzellen des Energieversorgungssystems der Sonden mit einer dicken Staubschicht. Ein effizientes Arbeiten war so nicht möglich. Glücklicherweise entstaubten leichte Winde die Solarausleger und erweckten die Rover so wieder zum Leben.

Ende August fuhr Opportunity auf den Rand des Viktoria-Kraters, um mögliche Abstiegswege auszukundschaften. Seit dem 9. September bewegte sich der Marsrover rund 45 Meter auf den ausgewählten Eingang zum Krater zu. „Wir wählten einen Weg, der uns geradewegs in den Krater hineinführt, anstatt von der derzeitigen Position aus über einen kleinen Abhang in den Krater hinab zu fahren“, so Paolo Bellutta vom JPL.

AK

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