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Umweltchemie: Mastmittel verantwortlich für Arsen im Grundwasser

Der arsenhaltige Zusatz Roxarson für Schweine- und Geflügelfutter verursacht erhöhte Arsenwerte im Grundwasser, bestätigen Forscher um Irail Cortinas vom US Geological Survey. Es gelang ihnen zu zeigen, wie das Arsen aus dem selbst ungiftigen Stoff beziehungsweise aus dem Kot der Masttiere freigesetzt wird und sich im Wasser anreichert.

In Laborversuchen zerfielen die arsenhaltigen Ammoniakverbindungen des Futtermittels aus Hühnermist innerhalb weniger Tage in verschiedene Abkömmlinge. Nach etwa 230 Tagen hatten Bakterien diese weiter zersetzt und dabei giftiges, elementares Arsen produziert.

Schon länger hatten Wissenschaftler vermutet, dass Hühnerdung neben Nährstoffen wie Stickstoff und Phosphor auch den bekannten Krebserreger Arsen freisetzt, sofern die Tiere zuvor den Futterzusatz fraßen. Arsen sind zum Beispiel in Bangladesch Millionen von Menschen ausgesetzt, nachdem man die Trinkwasserversorgung von Oberflächen- auf Grundwasser umgestellt hatte. Möglicherweise ist auch hier in Teilen des Landes Hühnerdung eine der Ursachen für hohe Arsengehalte.
31.03.2006

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum - Die Woche, 31.03.2006

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