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Neurodegenerative Krankheiten: Mediterrane Kost reduziert das Alzheimerrisiko

Ein hoher Anteil der so genannte mediterrane Diät an der Ernährung vermindert anscheinend das Risiko, an Alzheimer zu erkranken.

Was lange schon von Experten vermutet wurde, konnten jetzt amerikanische Forscher erstmals im Rahmen einer breit angelegten Studie zur Enstehung der degenerativen Gehirnkrankheit auf eine fundierte Datenbasis stellen: Wie Nikolaos Scarmeas von der Columbia-Universität in Washington und seine Kollegen in umfangreichen mehrjährigen Untersuchungen, Datenerhebungen und Interviews von mehr als 2250 Teilnehmern herausgefunden haben, erkranken Menschen, die sich überwiegend von Gemüse, Olivenöl und Fisch ernähren, signifikant seltener an Alzheimer als jene, die tierischen Fetten, Milchprodukten und Fleisch den Vorzug geben.

Dieser Effekt steht dem Bericht zufolge in direktem Zusammenhang mit dem Grad der Affinität zu mediterraner Kost. Bei ausgeprägten Fans der Mittelmeerküche reduzierte sich das Gefahrenpotenzial um bis zu vierzig Prozent. Und selbst bei jenen, die in einer Skala, die den Konsumgrad der mediterranen Diät misst, eher im mittleren Bereich anzusiedeln sind, war das Risiko noch immerhin um bis zu 21 Prozent niedriger als bei Menschen, die sich dieser Art der Ernährung mehr oder weniger verweigern. Die Mediziner berücksichtigten dabei natürlich auch weitere Einflussfaktoren wie Alter, Bildung, Kalorienaufnahme, Gewicht oder Rauchen; der positive Zusammenhang zwischen Ernährung und Alzheimer-Prävention blieb dennoch immer bestehen.

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