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News: Medizin-Nobelpreis für programmierten Zelltod

Der diesjährige Nobelpreis für Physiologie oder Medizin geht an zwei britische sowie einen amerikanischen Forscher, die grundlegende Arbeiten zum so genannten programmierten Zelltod oder Apoptose geleistet haben. Als Modellorganismus diente den Forschern der Nematode Caenorhabditis elegans.

Sydney Brenner, der jetzt am Molecular Sciences Institute in Berkeley tätig ist, führte den aus nur wenigen Zellen bestehenden Fadenwurm als Modellorganismus in der Biologie ein. Damit schuf er den Grundstein, die Prozesse von Zellteilung, Zellreife und Organentwicklung genetisch zu analysieren und gleichzeitig unter dem Mikroskop zu verfolgen.

John Sulston vom Sanger Centre in Cambridge stellte einen Stammbaum der Zellen von C. elegans auf und bewies, dass bestimmte Zellen planmäßig im Körper absterben. Er entdeckte auch das erste Gen, das an der Apoptose beteiligt ist.

Robert Horvitz vom Massachusetts Institute of Technology entdeckte und charakterisierte schließlich die Gene, die das programmierte Zellsterben bei C. elegans steuern.

Die Entdeckungen der drei Forscher gelten als bedeutend für die medizinische Forschung, da auch beim Menschen die Apoptose genetisch gesteuert wird und Mutationen der entsprechenden Gene Krankheiten wie Krebs auslösen können.

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