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Hydrologie: Meere steigen schneller

Schon seit 200 Jahren könnten sich die Meeresspiegel schneller heben als in den Jahrhunderten zuvor, melden Hydrologen um Svetlana Jevrejeva vom Proudman Oceanographic Laboratory in Liverpool. Verglichen mit dem 19. verdreifachte sich im 20. Jahrhundert sogar der Anstieg.

Während die Pegel im weltweiten Schnitt von 1800 bis 1900 nur einen Zuwachs von sechs Zentimetern notierten, betrug er bis zum Jahr 2000 schon 19 Zentimeter. Sollte es auch zukünftig bei den gegenwärtigen Bedingungen – steigende Temperaturen und Gletscherschmelze – bleiben, prognostizieren die Wissenschaftler bis 2100 eine weitere Erhöhung um 34 Zentimeter. Für ihre Analyse stützten sie sich unter anderem auf die Daten von mehr als tausend Pegelmessern, die teilweise seit 1700 im Gebrauch sind.

Allgemein unterliegt der Anstieg Pausen, die von besonders schnellem Zuwachs abgelöst werden. Die Zeit zwischen 1920 und 1925 beispielsweise war ebenso eher ruhig wie die Jahre von 1965 bis 1970. Momentan befinden wir uns wie nach dem Zweiten Weltkrieg wieder in einer Phase mit stärker anschwellenden Pegeln – eine Beobachtung, die Stefan Rahmstorf vom Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung und seine Kollegen bestätigen können. Nach ihren Daten legt der Meeresspiegel seit 1993 jährlich um drei Millimeter zu und damit schneller als in den Jahren vorher. (dl)

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