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Schutzimpfung: Mehrfachimpfungen überfordern nicht Immunsystem von Kindern

Kombinationsimpfungen, die normalerweise in der Kindheit durchgeführt werden, vergrößern nicht das Risiko anderer Infektionskrankheiten, gegen die nicht geimpft wurde. Anhand der Krankenakten aller Kinder, die in Dänemark zwischen 1990 und 2001 geboren worden waren, hatten Forscher des Statens-Serum-Instituts in Dänemark überprüft, ob sich verschiedene Impfungen auf die Häufigkeit von Infekten auswirken.

Das Ergebnis widerspricht der Hypothese, nach der vielfältige Impfungen das Immunsystem von Kindern überfordern könnten, sodass sie häufiger an anderen Erkrankungen wie Durchfall, Atemwegserkrankungen, Blutvergiftungen oder Lungenentzündung leiden. Im Gegenteil: Geimpfte Kinder mussten seltener wegen anderer Infekte ins Krankenhaus.

Lediglich zwischen dem Impfstoff gegen Haemophilus influenza b und Erkrankungen der oberen Atemwege stellten die Forscher um Anders Hviid einen geringen Zusammenhang fest. Solche Infektionen traten allerdings weder gehäuft kurz nach der Impfung auf, noch korrelierten sie mit der bei der Impfung verwendeten Dosis. Insgesamt hatten die Wissenschaftler den Zusammenhang von sechs Impfstoffen mit sieben Krankheiten untersucht.

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