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Sonnensystem: Meteorite weisen auf frühen Sonnenschein

Die Analyse von Schwefel-Isotopen in ursprünglichen Meteoriten führt Wissenschaftler um Mark Thiemens von der Universität von Kalifornien in San Diego zu dem Schluss, dass die Sonne bereits gestrahlt hat, als sich das Planetensystem noch formte.

Im Vergleich zu Proben von der Erde und den so genannten Chondriten weisen vier Gruppen der als Achondrite bezeichneten Meteorite einen erhöhten Anteil am Schwefel-Isotop 33S auf. Ähnliche Effekte konnten im Labor durch Bestrahlung von Schwefel-Verbindungen mit UV-Licht hervorgerufen werden. Daher sehen Thiemens und seine Kollegen in der Isotopenzusammensetzung ein Indiz für eine früh strahlende Sonne als UV-Quelle und entsprechende fotochemische Reaktionen.

Während die Planeten, Monde und viele Asteroide im Laufe ihrer Geschichte weitgehenden Veränderungen unterlagen, konnten die ursprünglichen Meteore ihre Zusammensetzung von damals konservieren. Möglicherweise lassen sich die Anomalien der Sauerstoff-Isotopen-Gehalte mancher Meteorite mit ähnlichen Mechanismen erklären.

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