Direkt zum Inhalt

News: Meteorologen erstellen Prognosen für drei Monate

Auch wenn Wetterprognosen für den nächsten Tag oft genug daneben gehen, ist eine Vorhersage für die kommenden Monate sinnvoll. Das geht aus einer am französischen Forschungsinstitut GIP Medias-France durchgeführten Studie im Rahmen des EU-Programmes Elmasifa hervor. Demnach können feuchte und trockene Wetterperioden über ein bis vier Monate mit einer Wahrscheinlichkeit von 70 Prozent vorhergesagt werden.
Die Untersuchungen wurden in Zusammenarbeit mit den nordafrikanischen Ländern Algerien, Marokko und Tunesien durchgeführt. In diesem Gebiet ist die Vorhersage von Niederschlägen vor allem für die Landwirtschaft von besonderer Bedeutung. In der Studie wurden unter anderem Daten analysiert, welche die Auswirkungen von Meeresströmungen auf Luftbewegungen und so die Abfolge von Wetterlagen und Niederschlagsmengen dokumentieren.

Die Trefferquote von 70 Prozent ist laut Jean-Pierre Verdou, Koordinator von Elmasifa insofern akzeptabel, als die Prognosen nie die umgekehrte Tendenz ankündigten. "Wenn wir einen sehr trockenen Monat vorhersagten, fiel er bis heute niemals sehr feucht aus", so der Experte.

In Algerien werden die Vorhersagen mittlerweile vom Amt für Getreideanbau als Entscheidungshilfe für die Auswahl des Saatgutes und für die Planung der landwirtschaftlichen Arbeiten verwendet. Auch in Marokko werden die Vorhersagen für die Planung verwendet. Als ein sehr feuchter Winter prognostiziert wurde, konnte zuvor reichlicher bewässert und relativ viel Wasser aus den Stauseen abgelassen werden.

Schreiben Sie uns!

Wenn Sie inhaltliche Anmerkungen zu diesem Artikel haben, können Sie die Redaktion per E-Mail informieren. Wir lesen Ihre Zuschrift, bitten jedoch um Verständnis, dass wir nicht jede beantworten können.

Partnerinhalte