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Urleben: Methan produzierende Bakterien schon vor 3,5 Milliarden Jahren?

Bereits im Erdzeitalter des Archaikums vor 3,5 Milliarden Jahren könnten Methan emittierende Bakterien existiert und Einfluss auf die Klimaentwicklung des Planeten genommen haben – 700 Millionen Jahre früher als bislang vermutet.

Gefunden wurden diese paläogeologischen Hinweise auf entsprechende Mikroben von Forschern um Yuichiro Ueno vom Tokio-Institut für Technologie in Yokohama in hydrothermal entstandenen Quarzgängen im westaustralischen Pilbara-Kraton – eine der ältesten Gesteinsformationen der Erde und Überbleibsel der ersten Kontinente der Erdfrühzeit. Während ihres Wachstums schlossen die Quarzkristalle damals Flüssigkeitsblasen mit ein, in denen auch das Methan enthalten war.

Anhand einer Isotopenanalyse des vorhandenen Kohlenstoffs schlossen die Wissenschaftler, dass die ursprüngliche Quelle des Gases nur entsprechende Methan produzierende Bakterien sein konnten: Im Vergleich zu Methan, das durch chemische Reaktionen oder aus geotektonischen Quellen stammt, war das biologisch erzeugte und anschließend eingefangene Gas verarmt am Isotop 13C.

Nach Ansicht der Wissenschaftler unterstützt dieser Nachweis die These, dass Methan zur damaligen Zeit ein bedeutendes Treibhausgas in der Erdatmosphäre war und die Lufttemperaturen des damals noch jungen Planeten auf ein für das beginnende Leben erträgliche Maß hob. Die Sonne strahlte damals noch weniger Energie ab als heute, sodass die Urerde eher unterkühlt war.

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