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Geschlechter: Mit männlichen Augen

Forscher belegen Unterschiede in der visuellen Wahrnehmung zwischen Männern und Frauen.
Auge mit brauner Iris

Männer sehen anders als Frauen: Feine Details und bewegte Objekte erkennt Er besonders gut – Frauen dagegen können Farbnuancen besser unterscheiden, wie Forscher der City University of New York zeigten. Der Grund dafür liegt wahrscheinlich im männlichen Geschlechtshormon Testosteron.

52 Studenten und Angestellte des Brooklyn College unterzogen sich dem Sehtest der Wissenschaftler um Israel Abramov. In 30 Durchgängen sahen sie ein Muster aus schwarzen und weißen Streifen, die entweder horizontal oder vertikal angeordnet waren. Nicht nur die Breite der Balken änderte sich bei jeder Wiederholung, auch die Farbe der einzelnen Flächen wechselte ein bis 24-mal in der Sekunde zwischen schwarz und weiß und brachte das Bild zum Flimmern. Die Probanden sollten nun entscheiden, wie die Streifen ausgerichtet waren.

Es zeigte sich: Männeraugen reagieren sensibler auf feine Details und Bewegungen. Zwar haben auch Männer mehr Probleme, im Test ein schnell flimmerndes Bild mit hauchdünnen Streifen zu erkennen. Doch gegenüber den Frauen hatten sie die Nase vorn. In einer parallelen Studie zeigten die Forscher, dass weibliche Augen dafür Farbunterschiede besser unterscheiden können.

Eine mögliche Erklärung sehen die Forscher im männlichen Geschlechtshormon. Überall in der Großhirnrinde gibt es zahlreiche Testosteronrezeptoren; besonders viele sitzen jedoch in der Sehrinde. Schon vor der Geburt beeinflussen sie die Entwicklung von Nervenzellen – und verschaffen Männern so womöglich einen Sehvorteil.

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