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Spermatogenese: Molekül bestimmt männliche Fruchtbarkeit

Wissenschaftler aus Großbritannien, Deutschland und der Schweiz haben ein Molekül entdeckt, das offensichtlich bei der Reifung männlicher Samenzellen eine entscheidende Rolle spielt. Die Forscher um Georgia Gliki vom London Research Institute hatten bei männlichen Mäusen das Gen für das Protein JAM-C (junctional adhesion molecule-C) ausgeschaltet. Die Tiere blieben daraufhin unfruchtbar und konnten nur runde statt längliche Spermazellen produzieren.

Bei normalen Mäusen war JAM-C innerhalb noch nicht ausgereifter Spermien gleichmäßig verteilt, konzentrierte sich aber während der Spermatogenese in den Köpfen der Zellen. Die Wissenschaftler vermuten daher, dass JAM-C kontrolliert, welches Ende der reifenden Samenzelle sich zum Kopf entwickelt. Da die Forscher in menschlichen Hoden eine ähnliche Verteilung des Moleküls wie bei Mäusen fanden, vermuten sie, dass JAM-C auch beim Menschen die männliche Fruchtbarkeit steuert.
17.09.2004

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum - Die Woche, 17.09.2004

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