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Himmelsspektakel: Mondfinsternis im Morgengrauen

Am frühen Morgen des 28. August 2026 findet eine nahezu totale Mondfinsternis statt. Der Erdtrabant wird kurz vor seinem Untergang zu 93 Prozent verfinstert. Diese Phase ist vor allem im Südwesten Deutschlands gut sichtbar.
Das Bild zeigt eine totale Mondfinsternis, bei der der Mond in einem rötlichen Licht erscheint, umgeben von einem dunklen Nachthimmel. Der Schatten der Erde bedeckt den Mond teilweise, was zu einem eindrucksvollen Farbverlauf von Grau zu Rot führt. Diese Erscheinung wird oft als "Blutmond" bezeichnet. Im Hintergrund sind einige Sterne sichtbar.
Die am 28. August 2026 stattfindende Mondfinsternis ähnelt derjenigen vom 16. August 2008. Damals wurde der Mond zu einem großen Teil, jedoch nicht total verfinstert. Hermann Bimeshofer fotografierte den in rötliches Licht getauchten Erdtrabanten in Dobl, südlich von Graz. Er nutzte eine Nikon D300 sowie ein Objektiv vom Typ Pentax SDP 105/670. Das Bild ist ein Komposit aus fünf Aufnahmen mit Belichtungszeiten zwischen 1/25 Sekunde und 5 Sekunden.

Erst kürzlich, am 12. August, verfinsterte der Mond die Sonne, doch der Erdtrabant ist stets in Eile: Nach nur zwei Wochen hat er einen halben Umlauf hinter sich gebracht und taucht nun in den Schatten unseres Planeten ein. So können wir am Morgen des 28. August 2026 eine Mondfinsternis erleben. Für die erfolgreiche Beobachtung dieses Spektakels sind klare Luft und eine freie Sicht nach Westsüdwesten erforderlich, denn in Mitteleuropa steht der verfinsterte Mond tief über dem Horizont.

Der Augenschmaus beginnt gegen 04:34 Uhr MESZ, wenn der westliche Mondrand den Kernschatten der Erde berührt. Kurz zuvor ist der Trabant in den inneren Bereich des Halbschattens gelangt und zeigt sich deutlich blasser als gewohnt (siehe »Himmelsschauspiel für Frühaufsteher«). In weiten Teilen Deutschlands, wie auch im Alpenraum, ist es zu dieser Zeit noch dunkel. Die Mitte der Finsternis ist um 06:13 Uhr MESZ erreicht; bis dahin ist die Morgendämmerung weit fortgeschritten.

Himmelsschauspiel für Frühaufsteher |

Am Morgen des 28. August taucht der Mond tief in den Kernschatten der Erde ein und wird zu 93 Prozent verfinstert. Zur Zeit der maximalen partiellen Phase, um 06:13 Uhr MESZ, steht der Erdtrabant nur noch rund zwei Grad über dem Horizont. Daher lohnt es sich, zur Beobachtung einen Standort mit freier Sicht nach Südwesten aufzusuchen.

Im Nordosten, beispielsweise in Berlin, geht während der maximalen Verfinsterung schon die Sonne auf, zugleich sinkt der Mond unter den Horizont. Hier kann das Ereignis nur bis etwa 05:40 Uhr MESZ beobachtet werden. Weiter westlich und südlich lässt sich der weitere Verlauf mit einem tieferen Eintauchen in den Erdschatten verfolgen. In Freiburg im Breisgau ist die Finsternis bis kurz nach 06:00 Uhr MESZ sichtbar. Der Mond steht dann bereits tief im Erdschatten und erscheint in rötlichem Licht.

Ein Fernglas eignet sich besonders gut, um dieses eindrucksvolle Schauspiel zu erleben, denn die handliche Optik lässt sich mühelos an jeden geeigneten Standort mitnehmen. Die optimale Sicht auf den verfinsterten Erdtrabanten erhalten Sie, indem Sie die Ellbogen bequem auf einer Mauer, einem Autodach oder einem Fensterrahmen abstützen, um ein ruhiges Bild zu erhalten, oder Sie montieren das Gerät auf einem Stativ.

Gerade unter einem aufgehellten Himmel, wenn sich der verblassende Vollmond nicht mehr deutlich vom Hintergrund abhebt, spielt ein Fernglas seine Vorteile aus. Das Sehen mit beiden Augen verbessert die Wahrnehmung feiner Kontraste und macht die subtilen Schattierungen auf der verfinsterten Mondoberfläche deutlicher sichtbar. Nutzen Sie also die Gunst dieser besonderen Stunde im Morgengrauen!

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