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Brutökologie: Musische Singammermännchen haben mehr Nachwuchs

Singammer
Männliche nordamerikanische Singammern (Melospiza melodia), die über ein breites Repertoire an Gesängen verfügen, produzieren mehr Nachwuchs als unbegabtere Geschlechtsgenossen, berichten Forscher um Jane Reid von der Universität Cambridge.

Nach Untersuchungen des Teams auf der kanadischen Insel Mandarte vor British Columbia hängt der hohe Reproduktionserfolg der guten Sänger aber nicht allein mit größeren Paarungschancen bei Weibchen zusammen, sondern ebenso mit ihrer längeren Überlebensdauer im Vergleich zu unmusikalischen Ammern. Zudem brachten die Sangeskünstler mehr Nachwuchs bis zur Unabhängigkeit von den Elterntieren durch, weshalb sich dieser Erfolg auch bis zur Enkelgeneration erstreckte.

Dieser Effekt zeigte sich allerdings stärker bei männlichen als bei weiblichen Nachkommen der musischen Ammern. Den Forschern sind die genauen Zusammenhänge – genetische Ausstattung oder Umweltbedingungen – zwischen Sangeskunst und gesteigerter Fortpflanzung noch nicht bekannt. Sie nehmen allerdings an, dass die Weibchen anhand des musischen Potenzials erkennen, welche Männchen dem Nachwuchs eine bessere Leistungsfähigkeit und Überlebensrate versprechen.

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