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Sommerloch heute: Muskelzwang gefährdet Männer

Auch Männer fühlen sich bisweilen unter Druck gesetzt, ihren Körper einem von Medien oder ihrem persönlichen Umfeld vorgegeben Ideal anzupassen.

Auch die Wissenschaft kennt ein Sommerloch. Mehr und mehr fluten dann Ergebnisse die Medien, die sonst kaum den Weg in die Berichterstattung finden. Mit der Reihe "Sommerloch heute" möchten wir Ihnen eine Auswahl präsentieren.
Um dieser Wunschvorstellung eines möglichst muskulösen, waschbrettbäuchigen und dickarmigen Adonis zu entsprechen, können sie Essstörungen entwicklen oder sich zur Einnahme von Steroiden genötigt fühlen. Außerdem neigen entsprechend empfängliche Naturen zu übertriebenem Gewichtheben in Fitnessstudios, warnt eine Untersuchung von Tracy Tylka von der Ohio State University. Ihre Befragung von 285 Studenten brachte an den Tag, dass die Neigung zu risikoreichem Muskelaufbau um so höher liegt, je öfter den Männern ihr Körperbau von Partnern oder der Familie kritisiert wurde und ihnen entsprechende Gegenbeispiele durch die Medien vorgeführt wurden.

Allerdings gibt es unterschiedliche Ausprägungen: Bemängelten die Männer – oder ihr Umfeld – ihren Muskelapparat, neigten sie zu übermäßigem Training, aßen proteinhaltige Aufbaupräparate oder dachten über Anabolika nach. Fühlten sie sich dagegen übergewichtig, entwickelten sie eher Essstörungen, die für Frauen typisch sind wie Bulimie oder Magersucht. Bislang werde aber diesen Problematiken bei Männern noch deutlich weniger Beachtung geschenkt, so Tylka.
11.08.2006

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum - Die Woche, 11.08.2006

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