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Himmelskörper: Nachbarplaneten zerrten am Erdmond

Saturnbedeckung durch den Mond
Die exzentrische Kreisbahn des Erdmondes wird durch die Schwerkraft von Venus und Jupiter mitverursacht. Dies errechnete Matija Cuk von der Universität von British Columbia in Kanada mithilfe einer mathematischen Simulation des Erde-Mond-Systems und seiner planetaren Nachbarn. Bislang war nicht geklärt, welche Kräfte die unregelmäßige Umlaufbahn des Erdbegleiters auslösen.

Der Mond weist eine gekippte Rotationsachse auf, seine ovale Bahn ist an den Scheitelpunkten verlängert. Nach den Berechnungen von Cuk resultiert dies aus einer Schwerkraftwirkung von Jupiter und Venus, die zum Erdbegleiter in bestimmten Zeitpunkten in Resonanz gerieten und seine Bahn dabei minimal ausgelenkt haben.

Der Mond entstand mit großer Wahrscheinlichkeit nach einer Kollision der frühen Protoerde mit einem etwa marsgroßen Planetesimal. Die resultierende Trümmerwolke hatte sich nach dem Zusammenprall zunächst zu einem nahe an der Erde kreisenden Satelliten zusammengeschlossen. Die Gezeitenkräfte zwischen beiden Körpern trieben den Mond dann nach außen auf seinen heutigen Abstand von rund sechzig Erdradien. Die Entstehungsgeschichte erklärt die Exzentrizität der heutigen Umlaufbahn des Mondes jedoch nur zum Teil. (jo)

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