Direkt zum Inhalt

News: Nachweis frühester Anzeichen der Alzheimer-Krankheit

Mit bildgebenden Verfahren hoffen Wissenschaftler, die ersten Anzeichen einer Alzheimer-Demenz bei noch Gesunden nachweisen zu können. Die Forscher um Henry Rusinek von der Universität New York hatten bei 45 gesunden Männern und Frauen im Alter über 60 Jahre sechs Jahre lang regelmäßige Messungen mit Magnetresonanztomographie (MRI) durchgeführt.

Bei insgesamt 19 Personen trat im Verlauf des Untersuchungszeitraums ein Rückgang der geistigen Fähigkeiten auf. Bei diesen Personen konnten die Forscher mit MRI-Messungen ein leichtes Schrumpfen des Hirnvolumens im Bereich des Hippocampus und des entorhinalen Cortex nachweisen. In diesen Hirnarealen werden Schlüsselstrukturen für das Lernen und das Gedächtnis vermutet.

Der Rückgang des Volumens war mit rund 0,7 Prozent pro Jahr zwar minimal, aber immer noch doppelt so hoch wie bei Gesunden. Damit ließe sich nach Angaben der Forscher in 90 Prozent der Fälle eine Alzheimer-Erkrankung bereits vor dem ersten Auftreten von Symptomen nachweisen.

Lesermeinung

Wenn Sie inhaltliche Anmerkungen zu diesem Artikel haben, können Sie die Redaktion per E-Mail informieren. Wir lesen Ihre Zuschrift, bitten jedoch um Verständnis, dass wir nicht jede beantworten können.

  • Quellen
Radiology 229(3) (2003)

Partnerinhalte