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Ornithologie: Nachwuchs unattraktiver Männchen erhält Zusatzrationen

Hausgimpel
Die Küken weniger intensiv gefärbter Hausgimpel-Männchen bekommen von ihren Müttern schon über das Ei zusätzliche Nährstoffe und Vitamine verabreicht, um damit mögliche genetische oder gesundheitliche Nachteile ihrer zweitklassigen Partnerwahl auszugleichen.

Folglich investieren die Vögel der Art Carpodacus mexicanus weniger als bisher vermutet in den Nachwuchs erstklassiger Väter, die sich durch ein intensiv rotgefärbtes Brustgefieder auszeichnen. Vielmehr, so die Erkenntnisse von Biologen um Kristen Navara von der Auburn-Universität in Alabama, versehen die Weibchen gerade die Eier, die durch schwach gefärbte Exemplare gezeugt wurden, mit einer Extradosis Antioxidantien, Nährstoffe oder Vitamin E – letzteres sogar mit bis zu 250 Prozent höheren Werten.

Als mögliche Ursache vermuten die Forscher unter anderem die geringe Lebenserwartung dieser Sperlingsvögel, die folglich möglichst rasch viel gesunden Nachwuchs zeugen müssen, aber nicht immer einen attraktiven und damit augenscheinlich gesünderen Partner erhalten. Mit ihren Zusatzgaben könnten sie diesen Nachteil aber zumindest teilweise ausgleichen.

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