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News: Nächster Sonnensturm folgt auf dem Fuße

Nur einen Tag nach der drittstärksten bisher bekannten Sonneneruption hat das Sonnenobservatorium SOHO einen weiteren heftigen Flare aufgezeichnet, der immerhin Platz 9 auf der Rekordliste belegt. Der damit ausgeschleuderte Partikelstrom erreicht die Erde pünktlich zu Halloween: Seit gestern nachmittag wird das Eintreffen geladener Teilchen registriert. Die Wolkendecke über Europa wird den Blick auf Polarlichter allerdings sehr beschränken.

Die zweite Plasmawolke ist sogar noch schneller als die erste, die bereits mit 2000 Kilometern pro Sekunde auf die Erde zu raste. Normal sind Geschwindigkeiten um 400 Kilometer pro Sekunde. Spektakuläre Polarlichter hatten viele Menschen beunruhigt, und der geomagnetische Sturm hatte den Flugverkehr und Funkübertragungen beeinträchtigt. Nennenswerte Schadensmeldungen liegen aber nicht vor, meldeten sowohl das Europäische Raumfahrtkontrollzentrum (ESOC) in Darmstadt als auch das Geoforschungszentrum Potsdam. Die Astronauten der Internationalen Raumstation hatten sich sicherheitshalber in den am stärksten abgeschirmten Teil der ISS zurückgezogen.

Zwei so starke und so kurz aufeinander folgende Sonnenstürme sind höchst ungewöhnlich, sagen Wissenschaftler. Sie beruhen auf zwei sehr aktiven, riesigen Sonnenflecken, die beide jeweils größer als die Erde sind. Durch die Drehung der Sonne verschwinden die Flecken nun jedoch auf der Rückseite des Gestirns, sodass weitere Eruptionen die Erde nicht mehr betreffen.

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