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Gesundes Wohnen: Nächtlicher Lärm ist ungesund

Lärmbedingte Schlafstörungen erhöhen erheblich das Risiko, an Allergien, Herzkreislauferkrankungen, Bluthochdruck und Migräne zu erkranken. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler des Berliner Forschungsverbundes Lärm und Gesundheit nach ihrer Auswertung von Daten der europäischen LARES-Studie (Large Analysis and Review of European Housing and Health Status).

In der Studie waren im Auftrag der Weltgesundheitsorganisation WHO im Zeitraum von 2002 bis 2003 in acht europäischen Städten Wohnbedingungen und Gesundheitsstatus der Teilnehmer erfragt worden. Die Analyse der Berliner Forscher zeigt nun, dass allein lärmbedingte Schlafstörungen das Risiko für Allergien um 46 Prozent, für Herz-Kreislauf-Symptome um 45 Prozent, für Bluthochdruck um 49 Prozent und für Migräne um 56 Prozent steigerten.

Nicht verantwortlich für diesen Anstieg sind Faktoren wie die Wohnungstemperatur im Winter, Licht- und Luftqualität, Schimmelbildung oder die subjektive Zufriedenheit mit dem Wohnumfeld, welche die Gesundheit der Befragten möglicherweise zusätzlich beeinflussen können. Um gesundheitliche Gefährdungen zu vermeiden, so der Sprecher des Forschungsverbundes Christian Maschke, werde insbesondere dem nächtlichen Lärm immer noch nicht die notwendige Aufmerksamkeit gewidmet.

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