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Nanotechnologie: Nano-Füllfederhalter mit Nachfülltank entwickelt

Nano-Füllfederhalter | Der Nano-Füllfederhalter muss seine Spitze nicht mehr in Tintentöpfe tauchen, sondern bekommt den Nachschub mit einem winzigen Kapillarsystem aus einem Tank ständig nachgeliefert. Tröpfchen für Tröpfchen kann die molekulare Tinte so durch die Spitze rinnen und Striche von nur 40 Nanometer Breite machen.
Horacio Espinosa von der Northwestern-Universität und seine Kollegen haben einen neuen Chip für Rasterkraftmikroskope entwickelt, der neben einer kegelförmigen Spitze mit ringförmiger Öffnung auch ein in den Federbalken integriertes Mikrokapillarsystem mit Reservoir enthält, um den ständigen Nachschub an molekularer Tinte zu gewährleisten. Die geringste erreichte Strichbreite liegt bei 40 Nanometern.

Rasterkraftmikroskope werden normalerweise verwendet, um Oberflächenstrukturen abzutasten oder Nanogravuren herzustellen. Seit einigen Jahren jedoch werden sie auch für die Dip-pen-Nanolithografie eingesetzt, bei der die Spitze als Federhalter für molekulare Tinten verschiedenster Sorten dient.

Bisherige Systeme litten jedoch unter dem Problem, einen kontinuierlichen Tintenfluss zu gewährleisten: Die Sondenspitze musste wie beim Schreiben mit Feder und Tusche immer wieder in einen Vorratsbehälter getaucht werden. Es gab zwar bereits einige Lösungsansätze, doch erreichten diese nicht die geringe Strichbreite des Modells von Espinosa und seinen Mitarbeitern. Der Chip ist zudem so angelegt, dass auch mehrere Sonden und Reservoirs montiert werden können, was ein paralleles Auftragen verschiedener Tinten ermöglichen.

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