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NASA: Marsrover »Promise« soll den Mond erkunden

Die NASA verkündet nach der erfolgreichen Mondmission Artemis II neue Pläne für die Monderkundung. Der Rover »Promise« könnte statt auf dem Mars auf dem Mond eingesetzt werden. Zudem laufen zahlreiche Vorbereitungen für neue Missionen.
Ein Marsrover auf einer felsigen, rötlichen Marslandschaft. Der Rover ist teilweise sichtbar, mit Kameras und Instrumenten auf einem Mast. Der Boden ist mit Steinen und Sand bedeckt, und im Hintergrund sind Hügel zu sehen. Der Himmel ist staubig und orangefarben.
Im Juli 2024 nahm der Mars-Rover »Perseverance« dieses Selfie auf. Der Rover »Promise« – ursprünglich ebenfalls für den Einsatz auf dem Mars entwickelt – könnte künftig den Mond erkunden.

Die US-Raumfahrtbehörde NASA erwägt, einen Rover zum Mond zu schicken, den sie ursprünglich für die Marserkundung entwickelt hat. Dabei handelt es sich um eine »Entwicklungsversion« der unbemannten Mars-Rover »Perseverance« und »Curiosity«. Der Rover trägt den Namen »Promise«, wie die NASA laut dpa bei einer Pressekonferenz mitteilte. Die Pläne seien aber noch nicht finalisiert. 

Bereits vergeben seien dagegen gleich vier weitere unbemannte Mondmissionen. Die Aufträge erhielten die US-Unternehmen Astrobotic, Firefly Aerospace und Intuitive Machines. Sie sollen zahlreiche wissenschaftliche Instrumente zum Mond bringen. Zuvor hatte die NASA bereits mitgeteilt, dass allein in diesem Jahr noch drei unbemannte Missionen zum Mond starten sollen. Etwa ab den frühen 2030er Jahren soll dann eine Mondstation errichtet sein, in der Menschen theoretisch dauerhaft wohnen könnten. 

NASA stellte Mondpläne komplett um

NASA-Chef Jared Isaacman hatte die Mondpläne der Behörde erst vor wenigen Monaten umgeworfen. Er verkündete den Plan einer dauerhaften menschlichen Präsenz auf dem Mond. Hintergrund ist auch der globale Konkurrenzkampf im All. Seit Jahren gibt es einen erneuten Wettlauf von Raumfahrtnationen zum Mond. Größter Konkurrent der USA ist China. Das Land verfolgt das Ziel, bis zum Jahr 2030 Menschen auf den Erdtrabanten zu bringen. Auch Russland hat das vor, kämpft aber wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten mit Verzögerungen.

Im April 2026 gelangten mit der Mondmission Artemis II der NASA erstmals seit mehr als 50 Jahren wieder Menschen in die Nähe des Mondes. Victor Glover, Christina Koch, Reid Wiseman und Jeremy Hansen waren vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida gestartet. Sie waren um den Mond herumgeflogen, bevor sie wieder zur Erde zurückkehrten und im Pazifik nahe San Diego landeten. Bei ihrem Flug entfernten sie sich weiter von der Erde als je ein Mensch zuvor. (dpa/doe)

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