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News: NASA vergibt Studien für neue Planetensonden

Die US-Raumfahrtbehörde NASA gab heute die Finalisten der Vorauswahl für das DISCOVERY-Programm bekannt. Aus mehreren dutzend Vorschlägen für neue Raumsonden wählte die NASA drei Konzepte für neue Projekte aus, die nun im Detail ausgearbeitet werden. In einem Jahr werden dann ein oder zwei der Vorschläge für die eigentliche Durchführung selektiert.
Raumsonde Stardust bei Komet Wild 2Laden...
Im Rahmen des DISCOVERY-Programms der NASA wurden bereits zehn Raumsonden zu verschiedenen Objekten im inneren Sonnensystem verwirklicht. Jede Mission hat einen eng gesteckten Finanzrahmen und darf einschließlich Flugdurchführung und Datenauswertung nicht mehr als 425 Millionen Dollar kosten. Die erfolgreichsten Projekte waren unter anderem: NEAR-Shoemaker zum Asteroiden 433 Eros, Mars Pathfinder, Stardust mit der Rückholung von Kometenstaub vom Kometen Wild 2 und Deep Impact mit dem Einschlag eines Projektils auf dem Kometen Tempel 1.

Die jetzt für Vorstudien ausgewählten Projekte heißen OSIRIS, VESPER und GRAIL. OSIRIS steht für Origins Spectral Interpretation, Resource Identification and Security und soll einen noch nicht näher festgelegten Asteroiden aus der Nähe erkunden und von ihm eine Bodenprobe zur Erde zurückholen. Dieses Projekt erinnert sehr stark an die japanische Raumsonde HAYABUSA, die in diesem Jahr den Asteroiden Itokawa erkundete. Zu diesem Projekt finden Sie ausführliche Informationen in der neuen Dezemberausgabe von Sterne und Weltraum, ab 21. November am Kiosk erhältlich.

VESPER soll zu unserem inneren Nachbarplaneten Venus fliegen, und die dichte Atmosphäre und ihr Wettergeschehen im Detail erforschen. Dieser Flug ist mit der europäischen Raumsonde VENUS EXPRESS vergleichbar, die seit Mai 2006 die Venus erkundet.

GRAIL oder Gravity Recovery and Interior Laboratory soll das Schwerefeld unseres Erdmondes im Detail erkunden. Daraus erhofft man sich Aufschlüsse über den inneren Aufbau des Mondes und über die Massenverteilung zwischen Oberfläche und Kern. Vor allem soll die Frage geklärt werden, ob der Mond einen kleinen Eisenkern besitzt oder nicht.

Zusätzlich wurden Vorschläge für die Weiternutzung bereits im All befindlicher Raumsonden gemacht, die ihre Hauptaufgabe erfüllt haben: DIXI bedeutet Deep Impact extended Investigation of Comets und nutzt die bereits erwähnte Raumsonde Deep Impact. Sie soll einen weiteren Kometen anfliegen. Stardust Next soll den Kometen Tempel 1 nach dem Einschlag von Deep Impact untersuchen und den künstlich erzeugten Einschlagkrater aus der Nähe erforschen. TA

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