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Vorbeugende Wirkung: Natur zu erleben, schützt die mentale Gesundheit

Ein Aufenthalt im Grünen kann das Wohlbefinden und die Konzentration fördern – auch ohne vorherige Belastung.
Eine Hand streicht sanft über ein Feld mit hohen Gräsern im Sonnenuntergang. Die Sonne scheint durch die Gräser und erzeugt ein warmes, goldenes Licht. Im Hintergrund sind verschwommene Bäume zu sehen.
Ein Spaziergang in der Natur kann dabei helfen, künftige Herausforderungen besser zu meistern.

Ein Aufenthalt in der Natur stärkt das Wohlbefinden und die Konzentration. Und das selbst dann, wenn man sich zuvor gar nicht erschöpft oder gestresst gefühlt hat. Das ist die zentrale Erkenntnis einer in der Fachzeitschrift »Journal of Environmental Psychology« erschienenen Studie.

Für die Übersichtsarbeit werteten Johanna Prugger und Simone Kühn vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin 54 Studien mit insgesamt 61 Experimenten aus. Diese hatten untersucht, wie natürliche und städtische Umgebungen Stimmung, Erholungsempfinden und kognitive Leistungsfähigkeit beeinflussen. Ein Aufenthalt in der Natur wirkte sich durchweg positiv aus. Die Wissenschaftlerinnen analysierten zudem, inwiefern die Teilnehmenden in den Studien vorab gezielt gestresst wurden oder nicht.

Die meisten Untersuchungen befassten sich mit der Frage, wie die Natur bei Stress und psychischer Belastung zur Erholung beitragen kann. Im Mittelpunkt stand also ihre regenerative Wirkung. Nur acht der 54 Studien erforschten, ob natürliche Umgebungen auch ohne vorherige Erschöpfung guttun – und damit eine Ressource für die mentale Gesundheit darstellen können.

»Die Umweltpsychologie ist seit vielen Jahren stark von der Frage geprägt, wie Natur Menschen nach Stress oder Erschöpfung hilft«, erklärt Autorin Johanna Prugger in einer Pressemitteilung. »Unsere Analyse legt nahe, dass wir dadurch möglicherweise einen grundlegenderen Wirkmechanismus übersehen haben.« Die Ergebnisse sprechen dafür, dass es sich lohnt, die stärkenden Effekte der Natur auf die Stimmung, die Aufmerksamkeit und das Wohlbefinden stärker in den Blick zu nehmen.

  • Quellen

Prugger, J., Kühn, S., Journal of Environmental Psychology 10.1016/j.jenvp.2026.103114, 2026

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