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Saturn-Mission: Neu gemischte Titan-Tonspur

Huygens-Sonde auf Titan
Die vier Stunden Audiodaten, welche die Esa-Sonde Huygens bei der Landung auf dem Saturnmond Titan übermittelte, sind jetzt von der Esa in einem kurzen Soundsample zusammen geschnitten worden. Das Ergebnis sei hochinteressant für Wissenschaftler und Laien, so der verantwortliche Wissenschaftler Ralph Lorenz von der Universität Arizona: Zu hören sind Töne, deren Frequenz mit der wechselnden wahrnehmbaren Sendeleistung der Sonde einhergingen. Diese Leistung schwankte dabei während des fallschirmgebremsten, windumtosten Absturzes stark aufgrund des unterschiedlichen Winkels der Antennen von Huygens zur Empfangsanlage von Cassini im Mondorbit, sowie dem zunehmenden Abstand der Sonden voneinander.

In der letzten Phase der Landung ließen mit den Windböen die Pendelbewegung des Landers nach – und damit auch die Frequenzschwankungen. In dem einminütigen Soundfile wird nach 43 Sekunden deutlich die Auswirkung der Landung von Huygens hörbar, wenn das zerhackte, langsamer werdende Absturz-Pfeifen in einen stabilen, gemächlich ansteigenden Pfeifton übergeht.

Kurz vor Ende des Audiofiles fällt für einen Moment das Signal von Huygens erkennbar aus. Dies allerdings geschah allerdings nur erfreulich selten – fast während der gesamten Landeprozedur blieb die robuste Huygens-Stimme für Cassini durchgehend hörbar.

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