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Raumfahrt: Neue Ariane-5 gestartet

Die neue Ariane hebt ab
Die am Wochenende erfolgreich gestartete neueste Version der europäischen Ariane-Rakete soll die Wettbewerbsfähigkeit Europas sicherstellen. Erstmals seit dem gescheiterten Jungfernflug der Vorgängerversion im Jahr 2002, bei dem die Rakete nach dem Start gesprengt werden musste, besitzt Europa damit ein kommerziell viel versprechendes Trägersystem für Weltraumtransporte.

Die Ariane-5 ECA | Die neue Ariane 5 ECA auf dem Weg von der Endmontage-Halle zur Startrampe in Kourou
Mit der in ihrer Schubkraft verstärkten Ariane-5 ECA (Evolution Cryotechnique Version A) können Nutzlasten von bis zu 10 Tonnen auch mit Doppelstarts in die Übergangsbahn zum geostationären Orbit befördert werden. Mit fünf Starts im Jahr würde die Trägergesellschaft Arianespace Gewinne schreiben können. Nach eigenen Angaben liegen ihr bereits 25 Bestellungen für Raketenstarts vor. Die 52,8 Meter hohe Ariane-5 ECA war am Samstagabend, den 12. Februar, um 22.03 MEZ kurz vor Ende des Startfensters vom Weltraumbahnhof in Französisch-Guayana abgehoben. Der Countdown war zuvor nicht problemlos verlaufen und zunächst wegen Schwierigkeiten mit Druckanzeige-Geräten unterbrochen worden.

Die mit einem veränderten Haupttriebwerk und einer neuen Oberstufe rund 35 Prozent leistungsverstärkte Rakete transportierte dann drei Nutzlasten ins All. Die mit 3600 Kilogramm schwerste, der Nachrichtensatellit XTAR-EUR, soll abhörsichere Kommunikationsdienste für die Streitkräfte der USA und Spaniens sicherstellen. Zudem führte Ariane noch den 129-Kilogramm-Minisatellit SloshSat-FLEVO für Flüssigkeitsexperimente mit sich, sowie die mit Kameras und Messgeräten ausgestattete "Maqsat-B2"-Plattform, die während des Fluges mit der Oberstufe verbunden blieb. Mit dieser 3500-Kilogramm-Last wurde der Transport mehrerer Satelliten als Nutzlast simuliert. Das integrierte Telemetriesystem übermittelte zudem in allen Flugphasen von Start bis Umlaufbahn Daten und Kamerabilder.

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