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News: Neue Details eines heißen Exoplaneten

HD 209458b ist ein alter Bekannter unter den Planeten ferner Sterne. Er war nämlich 1999 der erste, der den Forschern durch seinen Transit – quasi eine Mini-Sonnenfinsternis – ins Netz gegangen war. Seitdem wird er immer wieder von den Astronomen ins Visier genommen und das Weltraumteleskop Hubble hat jetzt zu neuen Information über die Atmosphäre des Exoplaneten verholfen.
Künstlerische Darstellung eines heißen Jupiter
Der Planet im Sternbild Pegasus gehört zur Klasse der Heißen Jupiter. Er hat in etwa die Größe des bekannten Gasriesen, läuft aber sehr eng um seine Sonne – zehnmal näher, als Merkur, in gerade mal dreieinhalb Tagen.

Deshalb brodelt seine Atmosphäre und wird durch den Sternwind abgetragen. Hubble konnte Ultraviolettstrahlung von der Übergangszone auffangen, jener oberen Atmosphärenschicht, in der die Temperatur von etwa 800 auf mehr als 14000 Grad steigt. Darüber liegt nur noch die Koma, die – ähnlich wie bei einem Kometen – vom Sternwind davon geblasen wird.

Die jetzige Analyse der Hubble-Daten trägt einiges zu dem bei, was wir über die chemische Zusammensetzung von Exoplaneten wissen. Sauerstoff, Kohlenstoff und Natrium wurden zwar schon früher von Hubble gefunden worden, aber mit „den jetzigen Beobachtungen können wir förmlich dabei zusehen, wie der Planet seine Atmosphäre verliert,“ erklärt die Leiterin des Teams, Gilda Ballester von der University of Arizona in Tucson. Aber es besteht kein Grund zur Eile: bei der derzeitigen Rate von 10000 Tonnen pro Sekunde dauert es noch fünf Milliarden Jahre, bis er vollends verkocht ist.

Dre.

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