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Paläoanthropologie: Neue Fossilien von Australopithecus anamensis

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Eine internationale Forschergruppe um den Anthropologen Tim White von der Universität von Kalifornien in Berkeley hat in Äthiopien neue Fossilien der Hominidenart Australopithecus anamensis entdeckt. Die Überreste bestätigen nach Ansicht der Forscher die Art als unmittelbaren Vorfahren der Spezies Australopithecus afarensis – weltberühmt geworden unter den Namen "Lucy".

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Middle Awash | Die Region Middle Awash in Äthiopien hat sich immer wieder als wahre Fundgrube für Hominiden bewährt.
Die Datierung der in der Region Middle Awash ausgegrabenen Fossilien ergab ein Alter von 4,1 bis 4,2 Millionen Jahren. Die Knochen, darunter der bisher größte Eckzahn sowie der älteste Oberschenkel eines Hominiden, gehörten vermutlich zu mindestens acht Individuen.

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Australopithecus anamensis | Die neu gefundenen Fossilien von Australopithecus anamensis bestehen aus Zähnen, Oberkiefer-, Hand- und Fußknochen, einem Oberschenkelknochen sowie Bruchstücken von Wirbeln, Schädeln und Unterkiefern.
Australopithecus anamensis wurde 1994 zum ersten Mal entdeckt. White geht davon aus, dass die Art aus Ardipithecus ramidus entstanden ist und sich dann relativ schnell zu Australopithecus afarensis weiterentwickelt hat. Insbesondere die im Vergleich zu Ardipithecus kräftigeren Zähne zeugen von einer Ernährungsumstellung: Die Hominiden konnten jetzt auch auf harte Pflanzenkost wie Knollen und Wurzeln zurückgreifen.

Die Gattung Australopithecus, die drei Millionen Jahre lang existierte, gilt als Vorfahre des Menschen.

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