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Biodiversität: Neue Kaffeearten entdeckt

Neue, noch namenlose Feigenart
Kameruns Kupe-Bakossi-Bergland beherbergt anscheinend die höchste Pflanzenartenzahl im tropischen Afrika. Darunter befinden sich drei neue Spezies aus der Kaffee-Familie wie Coffea montekupensis.

Winzige Minze | Unter den Neulingen befindet sich Macropodiella pellucida, eine winzige Minze: Sie lebt auf Felsen inmitten reißender Stromschnellen und Wasserfälle und wird nicht größer als ein Fingernagel.
Das ist das Ergebnis mehrerer Expeditionen in das Gebiet von Botanikern um Martin Cheek von den Royal Botanical Gardens im britischen Kew. Bislang sammelten sie dort über 2440 Pflanzenarten – darunter knapp 190 unterschiedliche Orchideen –, sodass Kupe-Bakossi entgegen bisheriger Annahmen zu den Hotspots der Artenvielfalt in Afrika gezählt werden muss: Keine andere Region dieser Größe weist eine ähnliche Diversität auf. Mehr als zehn Prozent dieser Spezies wurden sogar erst im Laufe der Untersuchungen erstmalig beschrieben und weite Teile des Berglandes sind noch nicht wissenschaftlich erfasst, sodass diese Zahl noch steigen dürfte.

Botaniker bei der Arbeit | Botaniker von den Royal Botanical Gardens in Kew fanden auf ihren Expeditionen in das Kupe-Bakossi-Bergland Kameruns mehr als 2440 Pflanzenarten: Das macht die Region zu einem Zentrum der Biodiversität in Afrika.
Neben den Kaffeepflanzen befinden sich unter den Neulingen Macropodiella pellucida, eine winzige Minze, die kleiner als ein Fingernagel ist und auf Felsen in Wasserfällen und Stromschnellen überlebt, verschiedene Orchideen und Feigengewächse sowie eine seltene Pflanze namens Nodonema lineatum, die als Spezialist auf den Gipfeln so genannter Inselberge lebt. Neben diesen Felsformationen, die tatsächlich wie Inseln aus den dichten Wäldern aufragen, tragen noch Flusstäler und natürliche Grasländer zur hohen Biodiversität bei.

Die wissenschaftlichen Untersuchungen weckten zudem das naturschützerische Interesse an dieser Region, die in Teilen durch fortschreitende Urbanisierung, illegale Rodungen und die Ausweitung von Bananenplantagen bedroht ist. Durch Zusammenarbeit der Forscher mit der Regierung und der lokalen Bevölkerung sollen nun allerdings wohl mindestens 80 000 Hektar unter Schutz gestellt werden.

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