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News: Neue Marssonde der NASA auf 2011 verschoben

Mars Science Laboratory
Die neueste Marssonde der NASA, das "Mars Science Laboratory" (MSL), sollte ursprünglich im Oktober 2009 auf die Reise gehen. Nun entschloss sich die NASA-Leitung, den Start um zwei Jahre auf 2011 zu verschieben. Der Grund sind technische Probleme bei der Integration der Raumsonde, die teilweise ein Neudesign erforderten. Nun zeigte sich, dass die verbleibende Zeit nicht ausreicht, die Raumsonde zum Start im nächsten Jahr fertig zusammenzubauen.

Aus leidvoller Erfahrung klug geworden, denn durch ungenügende Zeit bei der Vorbereitung gingen im Jahr 1999 nacheinander die beiden Marssonden Mars Polar Lander und Mars Climate Orbiter verloren, entschloss sich die Raumbehörde, MSL erst beim nächsten Startfenster zum Mars auf die Reise zu schicken.

MSL ist ein Rover mit einer üppigen Instrumentenausstattung, die sehr viel leistungsfähiger als die Ausrüstung der seit Januar 2004 auf dem Roten Planeten tätigen Marsrover Spirit und Opportunity ist. So sind aktive Analysegeräte wie ein Röntgengerät zur Bestimmung der Mineralzusammensetzung, ein Raster-Kraft-Mikroskop und ein Massenspektrometer an Bord.
Das "Mars Science Laboratory" unterwegs auf dem Roten Planeten | Im Jahr 2011 soll sich dieser Rover der US-Raumfahrtbehörde NASA, das "Mars Science Laboratory" auf den Weg zum Roten Planeten machen und am Landeplatz für mehrere Jahre chemische Untersuchungen durchführen.


Anders als die beiden Vorgängerrover ist MSL zur Energieversorung nicht von der Sonne abhängig, sondern bezieht seinen Strom aus einem Radio-Isotopen-Generator. Damit steht der Sonde sehr viel mehr Strom zur Versorgung der Instrumente zur Verfügung und sie kann auch nachts arbeiten.

Vor kurzem einigten sich die Projektwissenschaftler auf vier mögliche Landeplätze für MSL, wir berichteten. Jetzt steht genügend Zeit zur Verfügung, die optimale Landestelle auszuwählen. Hoch im Kurs stehen Regionen, die in der frühen Vergangenheit des Roten Planeten lange Zeit flüssigem Wasser ausgesetzt waren. Hier hoffen die Forscher, auf eine interessante Mineralogie zu stoßen, die Licht ins Dunkel der Frühgeschichte des Mars bringen könnte.

Tilmann Althaus

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