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News: Neue überschwere Elemente

Am amerikanischen Lawrence Livermore National Laboratory haben Physiker zwei neue überschwere Elemente erzeugt. Die beiden Atomkerne mit den Kernladungszahlen 118 und 116 überlebten allerdings nur wenige Bruchteile einer Sekunde.
"Keiner von uns hat daran geglaubt", muß Viktor Ninov zugeben. Der deutsche Physiker hat das Periodensystem um die derzeit schwersten Elemente bereichert. Nach der deutschen Gesellschaft für Schwerionenforschung und russischen Forschern vom Joint Institute for Nuclear Research in Dubna bei Moskau haben jetzt auch die Amerikaner am Lawrence Livermore National Laboratory Erfolge auf der Jagd nach immer schwereren Atomkernen zu verzeichnen.

Doch das eigentliche Ziel der Physiker ist die "Insel der Stabilität", überschwere Atomkerne, die stabil sind und nicht nach Sekundenbruchteilen zerfallen. Das von den Russen entdeckte Element 114 hielt 30 Sekunden durch. Ninovs Element 118 überlebte dagegen nur 200 Mikrosekunden. Das Element 116, das bei seinem Zerfall entstand, hielt immerhin 600 Mikrosekunden durch, bevor es über die Elemente 114, 112 und 110 zum stabilen Element 108 zerfiel. "Eigentlich wissen wir noch gar nicht, wie diese Insel der Stabilität aussieht. Man muß sich das so vorstellen, wie ein Segler, der einfach auf so einer Insel strandet und sich erst einmal langsam orientieren muß", erläutert Ninov. Er ist sozusagen von einer Seite auf der Insel gestrandet, seine russischen Kollegen von einer anderen, allerdings liegen sie offenbar näher an der Insel als ihre Konkurrenten aus Kalifornien.

Das Problem liegt in der Zahl der Neutronen. Ein stabiles überschweres Element 114 muß neben den 114 Protonen auch noch 184 Neutronen haben. Ninovs Element 114 hatte 11 Neutronen zuwenig und zerfiel deshalb sehr schnell. Die Russen waren offenbar bei der Neutronenzahl besser, können aber ihr Experiment nicht wiederholen. Die Insel der Stabilität harrt daher immer noch der Entdeckung.

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