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News: Neuer Chromosomentest bei künstlicher Befruchtung

Wissenschaftler der Universität Bonn haben ein Verfahren entwickelt, mit dem sich gesunde von defekten Eizellen unterscheiden lassen. Damit sollen die Erfolgschancen bei künstlicher Befruchtung verbessert werden.

Die Mediziner unter der Leitung von Hans van der Ven nutzen für ihre Analyse die so genannten Polkörperchen der Eizelle. Diese zur Eizelle genetisch komplementären Zellen entstehen bei der Reifeteilung, verbleiben zunächst innerhalb der Eizelle und verkümmern später. Für die Entwicklung des Embryos haben sie keine Bedeutung. Falls bei der Reifeteilung die Chromosomen fehlerhaft verteilt wurden, lassen sich diese Fehler bei den Polkörperchen nachweisen. Solche Verteilungsfehler treten vor allem bei älteren Frauen häufiger auf; deshalb sind nur zehn Prozent aller künstlichen Befruchtungen bei über 40-Jährigen erfolgreich.

Die Polkörperanalyse ist nach Angaben von van der Ven allerdings sehr zeit- und kostenintensiv, sodass eine routinemäßige Anwendung noch nicht möglich ist. Mithilfe der Methode konnten die Forscher jedoch inzwischen einigen Patientinnen zu einer Schwangerschaft verhelfen, und in einem Fall kam bereits ein gesundes Mädchen zur Welt.

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  • Quellen
Universität Bonn

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