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News: Neuer Impfstoff gegen die Lyme-Krankheit

Die Lyme-Borreliose ist eine durch Zecken übertragene Erkrankung, die sich durch Hautinfektionen, Arthritis und neurologische Probleme äußert. Nun haben Wissenschaftler einen neuen Impfstoff entwickelt, der schon erfolgreich bei erkrankten Mäusen angewandt wurde. Ihre Forschungsergebnisse wurden in der Novemberausgabe der Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlicht.
Hervorgerufen wird die Lyme-Borreliose durch ein spiralförmiges Bakterium, Borrelia burgdorferi, das im Mitteldarm von Rinderzecken lebt und mit dem Zecken-Speichel in das Blut von Tieren übertragen wird.

Inzwischen ist es möglich, die Infektion durch einen Impfstoff zu verhindern. Dieser versetzt das Immunsystem in die Lage, ein sich auf der Oberfläche des Bakteriums befindliches Protein zu erkennen, das OspA. Aber sobald der Erreger es sich einmal im Körper des Infizierten gemütlich gemacht hat, ist dieser Impfstoff wirkungslos. Der Grund liegt darin, daß das Bakterium sich sozusagen „verkleidet”: das OspA wird in ein verwandtes Protein, das OspC, umgewandelt.

Verschiedene Arbeitsgruppen haben bereits versucht, einen Impfstoff zu entwickeln, mit dessen Hilfe das Immunsystem auch das OspC identifizieren kann. Nun hat ein Team von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Immunologie, Freiburg, der Universität Heidelberg und der Universität Neuchatel eine stabile Form des OspC isoliert. Um seinen schützenden Effekt zu testen, wurden fünf an Lyme-Borreliose erkrankten Mäuse 10 bis 19 Tage nach der Infektion hohe Dosen von OspC injiziert. Alle Mäuse wurden von ihren Symptomen geheilt. Außerdem konnten die Forscher nur in einer Maus noch Bakterien entdecken. Nun stellt sich als nächstes die Frage, ob die Bakterien tatsächlich eliminiert wurden, oder ob nur noch so wenige übrig geblieben sind, daß sie nicht mehr festgestellt werden konnten.

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