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Infektionskrankheiten: Neuer Impfstoff gegen Pseudomonas aeruginosa

Forscher in den USA haben im Tierversuch mit Mäusen einen Impfstoff gefunden, der das Leben von Mukoviszidose-Patienten schützen soll. Er wirkt gegen das Bakterium Pseudomonas aeruginosa – ein maximal 0,9 Mikrometer breiter und fünf Mikrometer langer Winzling, der in der Umwelt häufig vorkommt und für Mukoviszidose-Patienten eine tödliche Gefahr darstellt. Für gesunde Menschen ist das Allerweltsbakterium in der Regel relativ harmlos.

Bei seinen Versuchen verwendete das Team um Ronald Crystal vom Weill Medical College der Cornell-Universität in New York modifizierte Adenoviren als Vehikel, um ein Protein aus der äußeren Membran des Virus’ einzuschleusen, das als besonders viel versprechender Impfstoffkandidat galt. Mit Erfolg: Die geimpften Mäuse steigerten spontan ihrer Antikörperproduktion und erwiesen sich als immun selbst gegenüber ansonsten tödlichen Bakterienmengen. Zudem konnte man die Tiere ein zweites Mal impfen, wodurch ihre Immunantwort erneut verstärkt wurde – auch ein Novum, denn normalerweise kann man Adenovirus-Vektoren nur einmal einschmuggeln.

Bei der Erbkrankheit Mukoviszidose bildet sich in der Lunge der betroffenen ein charakteristischer zäher Schleim, ebenso betroffen sind Bauchspeicheldrüse, Leber und Dünndarm. Die Patienten sind sehr anfällig für Infektionen, die mit Antibiotika behandelt werden müssen.

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