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Doping: Neuer Test für die Dopingkontrolle

Forscher von der Sporthochschule Köln haben ein Verfahren gefunden, mit dem sich die bislang nicht nachweisbare Substanz Synacthen in Blutproben entdecken lässt. Das nach der Dopingliste der Welt-Anti-Doping-Agentur (WAP) verbotene Protein kurbelt die körpereigene Produktion von Kortikosteroiden an und senkt unter anderem das Belastungsempfinden.

Mario Thevis und sein Team reinigten das Synacthen aus dem Blutplasma chromatografisch auf und wiesen die winzigen Konzentrationen anschließend massenspektrometrisch nach. Wenn die zuständigen Prüfungsstellen dieses Verfahren akzeptieren, schließe sich eine Lücke in der Dopingkontrolle, so der Entdecker.

Synacthen, die synthetische Variante des natürlichen Adrenocorticotropins, wurde auch im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen Radprofis wie Jan Ullrich kurz vor der Tour de France gefunden. Bei einer Razzia im Mai 2005 hatten Beamte der Guardia Civil in einer Madrider Wohnung über hundert Dopingsubstanzen sichergestellt – darunter auch Synacthen. (af)
15.11.2006

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum - Die Woche, 15.11.2006

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