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Diagnostik: Neuer Tuberkulosetest macht Diagnose schneller

Einem internationalen Forscherteam ist die Entwicklung eines neuen Tuberkulosetests gelungen, der insbesondere in Entwicklungsländern gute Dienste leisten könnte. Mit Hilfe von invertierten Mikroskopen konnten sie Proben schneller und genauer auf den Erreger sowie seine Resistenzen gegenüber bestimmten Medikamenten untersuchen als es mit parallel durchgeführten Goldstandardtest möglich war.

Bei dem MODS (microscopic-observation drug-susceptibility) genannten Verfahren kommen Mikroskope zum Einsatz, bei denen das Licht von oben einfällt. Mit ihnen untersuchten ein Team um David Moore vom Imperial College London und 3760 Speichel- und Auswurfproben über einen Zeitraum von 40 Tagen. Die Sensitivität gegenüber TB habe bei MODS 97,8 Prozent betragen. Bei den anderen beiden Goldstandard-Kulturtests sei sie dagegen mit 89 Prozent (bei einer automatisierten mykobakteriellen Kultur und 84 Prozent (bei Lowenstein-Jensen-Kulturen) deutlich geringer ausgefallen. Die durchschnittliche Entdeckungszeit der Erreger sei sieben Tage bei dem MODS-Verfahren, 13 Tage bei der mykobakteriellen Kultur und 26 Tage bei Lowenstein-Jensen gewesen.

Auch bei Versuchen mit den TB- Antibiotika Isoniazid, Rifampin, Ethambutol und Streptomycin habe das neue Verfahren sehr gute Resultate gezeigt. Auch hätten die Ergebnisse binnen einer Woche vorgelegen -herkömmliche Verfahren können oft erst nach Monaten Resultate liefern.

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