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ADHS-Diagnostik: Wann schadet eine ADHS-Diagnose dem Kind?

Für Eltern bedeutet eine ADHS-Diagnose oft Medikamente, Therapie, Hoffnung. Doch alles, was danach folgt, kann für Kind und Familie zur großen Belastung werden.
Ein Kind in gestreifter Hose steckt kopfüber in einem geflochtenen Korb in einem Wohnzimmer. Im Hintergrund sind ein Sofa, ein Fenster und verstreutes Spielzeug zu sehen. Die Szene wirkt verspielt und chaotisch.
Forscher gehen davon aus, dass ungefähr fünf Prozent aller unter 18-Jährigen eine ADHS haben.

»Bei allem, was kommt, haben Sie ihr Kind lieb.« Dieser Satz war der erste, den die Ärztin zu Daniela Herbold* sagte, als es beim Termin im Diagnostikzentrum darum ging, ob ihr Sohn Tobias* womöglich ADHS hat. Fast 15 Jahre ist das her, Herbold hat den Satz noch heute im Ohr. Haben Sie Ihr Kind lieb. Bei allem, was kommt. Als wäre ADHS nicht nur die Diagnose einer neuronalen Entwicklungsstörung, die man anschließend therapiert. Sondern ein großes Gewitter, das sich, wenn man nicht aufpasst, über Tobias’ Leben und dem der ganzen Familie festsetzt und alles mit Stürmen und Blitzen überzieht.

Und war der Sturm nicht längst dabei aufzuziehen? »Schon als er in den Kindergarten kam, haben wir gemerkt: Das läuft hier irgendwie anders als bei den anderen Kindern und Familien«, sagt Herbold. Ständig riefen die Erzieherinnen an. Weil Tobias »bockig« sei, wie die Pädagoginnen es nannten, weil er im Tunnel säße und sie nicht an ihn rankämen – manchmal war das wörtlich gemeint. Herbold solle ihn bitte abholen. Auch in der Grundschule: ein Auf und Ab. Ab, wenn ein Vertretungslehrer kam, und nicht alles wie gewohnt ablief. Auch Wiederholungen waren ein Graus, wenn er Wörter, Zahlen oder Sätze wieder und wieder abschreiben sollte. Dann verweigerte er sich, störte den Lehrer und die anderen. Nur wenn alles nach Plan lief und sich der Stundenplan nicht änderte, fand er sich zurecht.

Für Herbold war das neu. Zwei Kinder hatte sie schon großgezogen, durch die Grundschule gebracht, und jetzt, beim zehn Jahre nach dem letzten Kind geborenen Nachzügler, war alles anders, klappte nicht. Wieder und wieder fragte sie sich, ob sie etwas anders, ja falsch gemacht habe. Wenn er wieder wegen Nichtigkeiten tobte oder vor Wut auf dem Boden stampfte. Wenn er sich nicht die Zähne putzen ließ und sie vor Verzweiflung beinahe die Zahnpasta nach ihm schmiss. Was war nur los?

Die erlösende Antwort kam, als Tobias gerade in die vierte Klasse ging. Wegen der Wut, wegen der Anpassungsprobleme in der Schule, weil er gemobbt wurde und ihn das fertig machte, wollte Herbold im örtlichen Diagnostikzentrum abklären lassen, ob es eine psychische Ursache für all das geben könnte. Ein halbes Jahr lang mussten sie warten, bis Tobias die Diagnostik machen konnte – dann kam der Termin, an dem die Ärztin ihren Satz sagte, und Tobias erhielt die Diagnose ADHS.

Endlich eine Erklärung, endlich Entlastung. Was Herbold in dem Moment fühlte? »Hoffnung«, sagt sie, »ganz, ganz große Hoffnung.«

Dass der Befund aber nicht das Ende, sondern erst der Beginn ihrer Reise war, dass die Medikamente, die Tobias bald verschrieben bekam, nicht so helfen würden, wie sie annahm, und wie viel Bürokratie auf sie zukam – »all das, was einem ja keiner sagt« – , davon ahnte sie in diesem Moment nichts.

Eine ADHS-Diagnose bringt Vorteile

Immer mehr Menschen erhalten die Diagnose ADHS. Unter Erwachsenen werden heute fast dreimal so viele Menschen neu diagnostiziert wie noch vor zehn Jahren – dabei gilt ADHS bei Erwachsenen als unterdiagnostiziert. Kinder und Jugendliche hingegen, könnte man sagen, sind den Erwachsenen einen Schritt voraus: Forscher gehen davon aus, dass ungefähr fünf Prozent aller unter 18-Jährigen eine ADHS haben. In Deutschland haben etwa viereinhalb bis sechs Prozent aller unter 18-Jährigen diese Diagnose. Damit passt die Zahl der Diagnosen zur erwarteten Häufigkeit. Es gibt sogar Hinweise darauf, dass die Diagnose insbesondere bei fünf- bis neunjährigen Jungs etwas zu häufig gestellt wird (dafür in anderen Altersgruppen und bei Mädchen zu selten) – allerdings sind all diese Zahlen bereits 15 bis 20 Jahre alt.

Wie Herbold dürften viele bei der Diagnose Erleichterung und Hoffnung verspüren, Hoffnung auf Besserung. Und tatsächlich bringt eine ADHS-Diagnose einige Vorteile. Zugang zu Psychotherapie oder Medikamenten. Für Kinder eine Schulbegleitung, Nachteilsausgleich bei Noten, Konflikttrainings, Familienberatung oder Elterncoachings. Und vor allem Erklärung und Entlastung.

Nicht nur die Eltern kann die Diagnose entlasten, auch die Kinder. Das weiß die Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie Sarah Hohmann, die am Universitätsklinikum Eppendorf in Hamburg die Kinder- und Jugendpsychiatrie leitet. »Viele Kinder mit ADHS kommen in der Schule eigentlich gut mit, sie verstehen die Inhalte, können viele Aufgaben theoretisch lösen, aber erleben trotzdem immer wieder viel Frustration, weil sie sich schlechter konzentrieren können und dann zum Beispiel viele Flüchtigkeitsfehler machen.«

Sie sind oft die mit den schlechteren Noten, die, die von den Stühlen fallen oder schon wieder die Sportsachen vergessen haben, auch gehänselt werden sie häufiger. Eine Diagnose könne da hilfreich sein, sagt Hohmann. »Die Kinder kommen dann aus der Ecke raus, dass sie einfach ein bisschen dümmer oder schlecht erzogen sind. Das ist gut für ihren Selbstwert.« Andererseits aber könne eine Diagnose Herausforderungen, mitunter gar Nachteile mit sich bringen.

ADHS verringert die Lebensqualität

Eine der Herausforderungen, mit denen die Herbolds nicht gerechnet hatten, waren die Medikamente. Die waren, wie es so viele andere Eltern berichten, Fluch und Segen zugleich. Das Methylphenidat half zwar gegen die Symptome. Aber Tobias, ohnehin ein schlankes Kind, verlor erst mal jeglichen Appetit und magerte weiter ab. Außerdem bekam er Schlafprobleme. Es dauerte ein Jahr, bis sie das passende Medikament in der richtigen Dosis fanden. Hätten die Tabletten nicht so gut gegen Tobias’ Symptome geholfen, hätten die Herbolds die Medikation womöglich abgebrochen – wie andere Betroffene auch.

Das zweite große Thema war der Ruf, der Tobias irgendwann vorauseilte. Er prügelte sich, rannte weg, ein paar Mal kam sogar die Polizei. Mit Diagnose und Behandlung wurde es besser, trotzdem wurde er gemobbt. »Bei uns war es irgendwann so«, erinnert sich Herbold, »dass wir das Gefühl hatten, wenn Tobias nur in einen Raum kam, in eine neue Schulklasse, oder bei einem Geburtstag oder einer Familienfeier, war allen Lehrern oder Eltern sofort klar: Der war’s, der ist das Problemkind.«

Eine belastende Rolle. Schon länger ist bekannt, dass ADHS zu haben, die Lebensqualität verringert. Betroffen sind dabei verschiedenste Lebensbereiche, das Sozialleben, die Emotionen, alles rund um die Schule. Der Selbstwert ist meist niedriger. Von anderen werden Kinder mit ADHS eher gemieden und häufiger als faul oder gar als gefährlich angesehen.

Doch ist all das die Folge davon, dass mangelnde Aufmerksamkeit oder Impulsivität zu Problemen im Leben führen? Oder kommen die Probleme, weil Lehrer, Eltern, Nachbarn oder andere Kinder die Betroffenen vorschnell verurteilen, sie in Schubladen stecken?

Einige Studien legen nahe: Die Diagnose könnte schaden

Weil Diagnose und Symptome Hand in Hand gehen – eine Diagnose ist die Gruppierung von Symptomen – , lässt sich nur schwer aufdröseln, was von beidem die negativen Folgen in welchem Ausmaß verursacht. Und doch haben in den letzten Jahren ein paar Forscherinnen und Forscher versucht, genau diese Frage zu beantworten: Kann eine ADHS-Diagnose schaden?

Einen der ersten dazu erschienenen Artikel veröffentlichten im Jahr 2013 drei Forscher im Fachmagazin British Medical Journal (BMJ). Sie warnten darin vor einer Überdiagnostizierung von ADHS – die es zum Beispiel in den USA im Vergleich zu Deutschland auch zu geben scheint – und den damit verbundenen Folgen. Sie schrieben, dass eine Diagnose auch »Schaden anrichten« und »paradoxerweise psychische Probleme verstärken« könne.

Einige weitere Veröffentlichungen aus jüngerer Zeit scheinen ebenfalls dafürzusprechen. Viele davon stammen von einem australischen Forscherinnenteam um die Epidemiologin Luise Kazda von der University of Sydney. 2024 schrieb sie in einem ebenfalls im BMJ veröffentlichten Artikel, dass die potenziellen Vorteile einer ADHS-Diagnose oft überwertet und die Nachteile unterbewertet würden. In einer eigenen Auswertung hatte sie zuvor mit ihrem Team mehr als acht Jahre lang die Lebensqualität von 786 Kindern und Jugendlichen mit ADHS-Symptomen beobachtet. Zu Beginn der Studie hatten sie die Kinder in zwei Gruppen eingeteilt. Die ADHS-Symptomatik war in beiden Gruppen gleich stark ausgeprägt. Der einzige Unterschied lag darin, dass die Kinder der einen Gruppe eine ADHS-Diagnose erhalten hatten und die anderen nicht.

Tatsächlich sahen die Forscherinnen um Kazda, dass sich die Lebensqualität der Kinder kaum unterschied. Denjenigen, die eine Diagnose erhalten hatten, ging es nicht besser. In einigen Lebensbereichen erging es ihnen sogar schlechter: Kinder mit Diagnose hatten weniger Selbstvertrauen in der Schule und ein schlechteres Sozialverhalten, sie hatten eine geringere Selbstwirksamkeit und weniger Vertrauen in ihre Mitmenschen, außerdem waren sie weniger glücklich. Dass Kinder mit ADHS häufig eine verminderte Lebensqualität haben, so schlussfolgern die Forscherinnen, liege also zumindest zum Teil an der Diagnose selbst – weil diese neben den möglichen Vorteilen auch mit einem großen Nachteil einhergehe: Stigmatisierung.

ADHS-Diagnose: Hilfe oder Stigma

Mit diesem Thema kennt sich auch Tobias Banaschewski aus, stellvertretender Direktor des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit in Mannheim, der seit Jahrzehnten zu ADHS bei Kindern forscht. »Wenn man eine Diagnose bekommt, kann das das Selbstkonzept verändern«, sagt er. Und wenn man als Kind mit ADHS immer wieder höre, Kinder mit ADHS störten, seien faul, zappelig und impulsiv, könne dies dazu führen, diese Attribute zu verinnerlichen. »Solche Selbststigmatisierung kann zu einer negativen Selbstwahrnehmung führen, Menschen sehen sich dann als fundamental anders«, sagt Banaschewski. Anders als medizinische Diagnosen wie Grippe oder Beinbruch werde eine psychiatrische wie ADHS besonders schnell Teil des Selbstbildes. »Alle Empfindungen und Erfahrungen werden dann im Licht der Diagnose interpretiert. Man hat dann nicht mehr ADHS, man ist ADHS.«

Das sieht auch Sarah Hohmann vom Hamburger UKE so: »Wenn man dann die Diagnose ADHS hat, kann es passieren, dass man sich selbst sagt: ›Ich kann es ja gar nicht anders.‹« In der Ambulanz sehe sie viele junge Menschen, die sagten, sie schafften es einfach nicht, sich zu organisieren und sich Termine zu merken, denn sie hätten ADHS. Was nicht unbedingt hilfreich sei. »Denn eigentlich müsste man gerade dann schauen«, sagt Hohmann, »wie man sich die Umwelt so gestalten kann, dass man trotzdem zurechtkommt, und Strategien suchen, um mit den zusätzlichen Schwierigkeiten umzugehen.«

Und was für die positiven Effekte einer Diagnose gilt, gilt auch für die negativen: Sie treffen sowohl die Kinder als auch die Eltern. Mit negativen Folgen: Je stigmatisierter sich die Eltern fühlen, desto schlechter geht es ihnen. Das wirkt sich wiederum auf die Kinder aus. Mitunter sogar, weil die Eltern sich selbst negativer gegenüber dem eigenen Kind verhalten, unbewusst und ohne Absicht. Je größer das empfundene Stigma bei den Eltern, desto mehr psychische Probleme entwickeln die Kinder.

Eine ADHS-Diagnose scheint also wie die sprichwörtliche Medaille ihre zwei Seiten zu haben: Sie kann Kindern eine Erklärung sein und verhindern, dass sie sich für unfähig oder dumm halten. Gleichzeitig kann sie selbsterfüllende Prophezeiung sein und überhaupt erst dazu führen, dass Kinder sich für unfähiger als andere halten. 

Das wirft die nächste Frage auf: Unter welchen Umständen zeigt welche Seite dieser Medaille nach oben? Wann überwiegen die Vorteile der Diagnose und wann die Nachteile?

Gibt es Alternativen zur Diagnose?

Die australische Forscherin Kazda schreibt dazu in einem ihrer Artikel, dass die Nachteile einer Diagnose insbesondere bei leichteren ADHS-Fällen überwiegen könnten. Denn der große Vorteil der Diagnose sei der Zugang zu Medikamenten, aber die wiederum hülfen vor allem jenen Betroffenen mit stärker ausgeprägter Symptomatik. In den milderen Fällen fiele der Nutzen von Medikamenten weg oder wäre nur sehr gering – und die negativen Folgen der Stigmatisierung überwögen. Dazu passt eine Studie aus Schweden, die zeigt, dass die vorteilhaften Effekte von ADHS-Medikamenten umso kleiner sind, je leichter die ADHS-Symptomatik ausfällt. Auch in den deutschen Behandlungsleitlinien steht, dass Kinder und Jugendliche mit milden Symptomen Medikamente nur ergänzend erhalten sollen. Vorrangig solle die Behandlung psychosozial sein.

Genau für eine solche psychosoziale Behandlung, argumentiert Kazda in ihrem Artikel, braucht es nicht zwingend eine Diagnose. Ihr Vorschlag: In einem ersten Screening könnten Diagnostiker prüfen, wie stark die Symptome sind. Schwerere Fälle könnten dann die umfassende Diagnostik durchlaufen und gegebenenfalls Medikamente erhalten. Wer aber nur leichtere Symptome zeige, könne ohne Diagnose nichtpharmakologische Interventionen machen (siehe Infobox). »Das würde den Diagnoseengpass verringern, eine flexiblere Reaktion auf Kinder und ihre Eltern ermöglichen und gleichzeitig Schäden durch unnötige Diagnosen und medikamentöse Behandlungen vermeiden«, schreibt Kazda.

  • Wann sollte ich mein Kind zur Diagnostik anmelden?
    Nach der Einschulung können Probleme auftreten, das sei normal, sagt Hohmann. »Viele Kinder haben Adaptationsschwierigkeiten an das System Schule und brauchen vielleicht ein paar Wochen oder auch Monate länger als andere.« Man solle sich die Frage dann stellen, wenn das Kind nach einem halben Jahr nicht ruhig sitzen könne oder es zu Hause Streit wegen der Hausaufgaben gebe, der deutlich über das Maß dessen hinausgehe, was in der Peergroup üblich sei. »Wenn durch die Problematik eine starke Beeinträchtigung im Alltag, im Lern- und Leistungsbereich auftritt, dann macht es auf jeden Fall Sinn, Hilfe zu suchen«, sagt Hohmann. Der beste Weg sei, zunächst den Kinderarzt anzusprechen.
  • Welche Hilfen gibt es vor der Diagnose?

    Auch ohne Diagnose gibt es verschiedene Hilfsangebote für Familien mit impulsiven, unruhigen und unaufmerksamen Kindern. Neben Infoabenden gibt es Selbsthilfeprogramme – etwa von der Krankenkasse –, Apps, Kurse für die Kinder oder spezielle Elterntrainings.

    Auch die meisten Selbsthilfegruppen stehen Eltern offen, deren Kinder noch keine Diagnose haben. Welche Angebote es vor Ort gibt, kann variieren. Einen Überblick über das Angebot haben Jugendamt, Familienberatungsstellen, sozialpädiatrische Zentren, Frühförderstellen oder Schulpsychologen.

Die Rolle der Umwelt

Für Tobias scheint die Diagnose der richtige Weg gewesen zu sein. Er brauchte die Medikamente, weil die Symptome sonst zu stark waren. Und obwohl der Weg zum bewilligten Antrag für seine Mutter »wie ein Dschungel« war, profitierte er vom Teilhabegesetz. Zum Beispiel, als er schließlich von der Schule flog.

Was für die Herbolds zunächst ein Schock war und nach Rückschlag klingt, erwies sich letztlich als Segen: Ein Jahr lang bekam Tobias Einzelunterricht zu Hause, für 20 Stunden pro Woche kamen Referendare vorbei. »Für uns war das mit die schönste Zeit«, sagt Herbold heute. Ihr Sohn habe nie das Problem gehabt, dass er nicht lernen wollte. Sondern dass er sich nicht konzentrieren konnte und dachte, dass er es nicht hinbekommt. »In der Schule hatte er ständig Fünfer und Sechser«, sagt Herbold. »Zu Hause konnte er alles und hatte plötzlich Zweier und Einser.«

Wie groß die Nachteile einer ADHS-Diagnose für Betroffene ausfallen, weil andere sie in Schubladen stecken und ihnen mit Vorurteilen begegnen, das hängt eben auch von den anderen ab.

Nach dem einen Jahr Unterricht zu Hause kam Tobias auf eine Förderschule. Acht Kinder in der Klasse, strukturierte Umgebung. Er wurde vor der Haustür abgeholt und musste nicht alleine Bus fahren. Er war nicht mehr der Einzige, der Medikamente nahm. Als er seinen Realschulabschluss hatte, fragten ihn die Lehrer, ob er nicht weiter aufs Gymnasium wolle. Er wollte nicht – mit der Schule war er fertig.

*Der Name wurde im Text geändert, der richtige Name ist der Redaktion bekannt. 

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