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Stammzellforschung: Neuronale Stammzellen leben lange

Bestimmte Stammzellen können bis zu ein Jahr lang funktionieren, berichten amerikanische Forscher nach Versuchen mit Mäusen. Im Fokus der Untersuchung standen jene Stammzellen, die am Aufbau des Gehirngewebes beteiligt sind. Wie sich herausstellte, können diese sieben verschiedene neuronale Zelltypen bilden. Alexandra Joyner vom Howard Hughes Medical Institute und ihr Team kennzeichneten mit einer neuen genetischen Technik neurale Stammzellen von Mäusen, die durch das Signalmolekül "Sonic hedgehog" (Shh) angesprochen werden.

Frühere Studien hatten bereits gezeigt, dass dieses Regulator-Protein während der Entwicklung des Gehirns die Tätigkeit einer ganzen Reihe von Genen dirigiert. Bekannt war überdies, das dieses Protein bei der Vermehrung neuraler Stammzellen eine wichtige Rolle spielt: Auf seine Signale hin vermehren sie sich und bilden neue Neuronen. Doch seine genaue Funktion bei der Erneuerung der Stammzellen war unbekannt, so Joyner. Mit der neuen Technik war es jedoch jetzt möglich genau nachzuvollziehen, welche Stammzellen auf SHH reagieren. Fraglich war allerdings, ob auch die für Langzeitfunktionen wichtigen ruhenden Zellen auch auf Shh-Signale ansprechen.

Sie tun es, können die Forscher jetzt nach Tests berichten, bei denen sie die sich schnell teilenden Zellen außer Gefecht gesetzt hatten. Auch die verbliebenen Langsamteiler reagierten auf das Protein mit der Produktion von neuralen Zellen. Auch behielten sie über einen Zeitraum von einem Jahr die Fähigkeit der Selbsterneuerung. Diese Entdeckungen könnte interessant sein für den Einsatz dieser Stammzellen bei der Regenerierung von Hirngewebe nach Verletzungen oder Krankheiten.

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