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Artenvielfalt: Nicht ein Katzenbär, sondern zwei

Sie sind klein, putzig und nun zwei Arten: Der Kleine Panda oder Katzenbär erweist sich als vielfältiger als gedacht.
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Vermutet hatten Biologen es schon lange, doch erst Genuntersuchungen konnten es zweifelsfrei belegen: Der Katzenbär, auch Kleiner oder Roter Panda genannt, besteht aus zwei Arten, wie Yibo Hu von der Chinesischen Akademie der Wissenschaften und sein Team in »Science Advances« schreiben. Demnach lebt der Himalaja-Katzenbär (Ailurus fulgens) im südlichen Tibet, in Indien, Bhutan und Nepal, der Chinesische Katzenbär (Ailurus styani) im südöstlichen Tibet und nördlichen Myanmar.

Für ihre Studie hatten die Biologen 65 Tiere aus sieben Teilpopulationen untersucht und dabei ausreichend starke genetische Abweichungen festgestellt, um die Spezies in zwei Arten aufzuteilen. Beim Chinesischen Katzenbär ließen sich zudem drei verschiedene Teilpopulationen unterscheiden. Die Genstudien bestätigen damit, was Wissenschaftler angesichts äußerlicher Merkmale lange vermutet hatten. Der Chinesische Katzenbär weist ein intensiver rot gefärbtes Gesicht und einen stärker geringelten Schwanz auf. Der Yalu-Zangbu-Fluss trennt beide Arten geografisch voneinander.

Die Feststellung hat Folgen für den Artenschutz und die Zucht im Zoo: Der Kleine Panda galt wegen Lebensraumzerstörungen bereits zuvor als bedroht, nun müssen sich Ökologen um zwei Arten mit jeweils kleineren Beständen kümmern. Und bei Nachzuchten müssen Biologen zukünftig darauf achten, dass sie beide Spezies nicht miteinander vermischen, um die genetische Vielfalt zu erhalten.

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