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Unterwasseraufnahmen: Nicht mal im tiefsten Graben der Welt hat man seine Ruhe!

Forscher versenkten ein Hydrofon am tiefsten Punkt der Weltmeere - und fanden eine erstaunlich vielseitige Geräuschkulisse.
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Auch fast elf Kilometer unter der Wasseroberfläche ist es noch ziemlich laut. Zu dieser etwas unerwarteten Erkenntnis gelangten US-Forscher, als sie ein spezielles Unterwassermikrofon zum tiefsten Punkt der Weltmeere hinabließen. Das Team um den leitenden Wissenschaftler Robert Dziak von der US-Behörde NOAA erwartete nach eigenen Angaben im bis zu 10 994 Meter tiefen Challenger-Tief keine allzu große Geräuschkulisse. Doch das speziell konstruierte Hydrofon landete keineswegs an einem Ort der Stille – im Gegenteil: Selbst die Schraubengeräusche der Containerfrachter auf nahen Schifffahrtsrouten waren auf den Aufnahmen deutlich zu identifizieren.

Tonaufnahme: Erdbeben im Marianengraben

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Allerdings ist nicht allein der Mensch schuld an dem ganzen Lärm – auch die Gesänge der großen Bartenwale sind auf den Aufnahmen zu hören. Einen weiteren wichtigen Teil der Geräuschkulisse machen Erdbeben aus, die in Tiefseegräben wegen der nahe gelegenen Subduktionszone recht häufig vorkommen. Außerdem zeichnete das Gerät die Geräusche eines vorbeiziehenden Wirbelsturms auf. Um diese Klangkulisse einzufangen, musste die Arbeitsgruppe um Dziak erst ein eigenes Aufnahmegerät konstruieren, das dem enormen Druck der Wassersäule standhält. Normale Hydrofone werden meist kaum mehr als einen Kilometer unter der Wasseroberfläche ausgebracht.

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