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News: Nichts einfacher als das

Die bisher entdeckten Planeten außerhalb unseres Sonnensystems sind riesig groß, kreisen auf engen Bahnen um ihre Sterne und dürften deshalb vollkommen unbelebt sein. Doch wo große Planeten sind, da haben sich wahrscheinlich auch kleine gebildet. Und von denen sind wohl viele der Erde sehr ähnlich.
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Über 100 Planeten haben Astronomen außerhalb unseres Sonnensystems mittlerweile entdeckt; bei fast allen handelt es sich um massereiche, jupiterähnliche Körper, die auf engen Bahnen um ihre Sterne ziehen und aus diesem Grund vermutlich alles andere als lebensfreundlich sind.

Doch wer daraus schließt, dass die Erde ein seltener Sonderfall ist, der irrt vermutlich. Schließlich haben die Forscher nur deshalb lediglich jene großen und unwirtlichen Planeten registriert, weil ihnen bislang schlichtweg die technischen Möglichkeiten fehlen, kleine und von ihrem Stern weiter entfernte – erdähnliche – Planeten zu entdecken. Ob es sie gibt, darüber kann man bislang nur spekulieren – etwa mithilfe von Computersimulationen.

Und die funktionieren natürlich am besten dort, wo die Dinge ohnehin klar sind – in unserem Sonnensystem nämlich, wo das bekannte Arrangement der neun Planeten eben nur ein mögliches Ergebnis von vielen denkbaren ist. Forscher um Sean Raymond von der University of Washington haben deshalb das Rad zurückgedreht und die Geschichte des Sonnensystem aus der solaren Urwolke neu erzählt – und zwar in 42 unterschiedlichen Versionen.

Dabei berücksichtigten sie in allen Fällen, dass die großen Gasplaneten sicher zuerst entstanden, während sich die kleinen Planeten aus den großen und kleinen Brocken, den so genannten Planetesimalen innerhalb der Jupiterbahn, formten. In ihren 42 Szenarien veränderten die Forscher unter anderem die Masse des Jupiter sowie dessen Bahn um die Sonne und somit die Wirkung seiner Schwerkräfte auf die Planetesimale, aus denen die inneren Planeten hervorgingen.

Besonders gespannt waren die Forscher natürlich, ob am Ende auch ein Blauer Planet dabei sein würde. Schließlich bestanden jene Planetesimale nicht allein aus Stein, sondern enthielten auch gefrorenes Wasser. Mittlerweile gehen die meisten Wissenschaftler davon aus, dass dieses Wasser den Großteil der Urozeane ausmachte und die Entwicklung des Lebens ermöglichte.

Von dem Ergebnis waren Raymond und seine Mitarbeiter schließlich selbst überrascht: In allen 42 Szenarien entwickelten sich mindestens einer und höchstens vier erdähnliche Planeten, von denen die kleinsten ein Fünftel und die größten viermal so massereich waren wie die Erde. Und: Auf mehr als der Hälfte dieser Planeten gab es sehr viel mehr Wasser als auf der Erde. Manche enthielten gar 300-mal so viel und wären – gäbe es sie wirklich – gänzlich in einen Ozean getaucht. Ob solche Planeten aber ihr Wasser langfristig halten könnten und ob fremdes Leben diese Chance auch nutzen wüsste, bleibt vorerst ungewiss.

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