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News: Nierensteine entstehen anders als vermutet

Mithilfe moderner Operations- und Analysemethoden beobachteten Andrew Evan von der Indiana University und seine Kollegen die Bildung von Nierensteinen. Die Ergebnisse widerlegen die gängige Theorie über die Entstehung dieser Gebilde: Gewebeproben zeigten, dass die Steine in den meisten Fällen im Raum zwischen den Zellen in der Nierenspitze entstehen; seltener bilden sie sich an der Innenwand der zum Harnleiter führenden Röhrchen. Eine Infrarotanalyse enthüllte zudem, dass das Ausgangsmaterial – anders als bisher vermutet – Calciumphosphat ist, das auch ein Bestandteil von Knochen und Zähnen ist.

Bisher nahm man an, nach einer winzigen Verletzung würden sich kleine Kristalle aus Calciumoxalat ans Gewebe anheften und zu Nierensteinen weiter entwickeln. Nierensteine wachsen sehr langsam und finden sich bei etwa fünf Prozent der erwachsenen Bevölkerung.

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  • Quellen
Journal of Clinical Investigation 111(5) (2003)

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