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News: Nobelpreis für Frieden 1998

Der Friedensnobelpreis 1998 geht an John Hume und David Trimble. Die beiden nordirischen Politiker werden damit für ihre Bemühungen um eine friedliche Beilegung des Nordirlandkonfliktes geehrt.
In den vergangenen dreißig Jahren haben die nationalen, sozialen und religiösen Konflikte in Nordirland mehr als 3 500 Menschen das Leben gekostet. Der 61jährige Katholik John Hume von der Sozialdemokratischen Partei hat sich während dieser Zeit als der politische Führer Nordirlands hervorgetan, der am entschiedensten für eine friedliche Lösung gearbeitet hat. Das am sogenannten Good Friday geschlossene Friedensabkommen vom 10. April 1998 spiegelt die Prinzipien wieder, für die Hume stand.

Als Vorsitzender der traditionell vorherrschenden Partei in Nordirland, der Ulster Unionist Party, zeigte der 54jährige Protestant David Trimble großen politischen Mut, als er an einem kritischen Punkt des Friedensprozesses die Lösungen vertrat, die letztendlich zu einer Einigung führten. Als Regierungschef Nordirlands tat er die ersten Schritte, um das beiderseitige Vertrauen aufzubauen, auf dem ein anhaltender Frieden basieren muß.

Das norwegische Nobelpreiskommittee möchte ebenfalls betonen, wie wichtig die positiven Beiträge zum Friedensprozeß waren, die von anderen nordirischen Führern, den Regierungen von Großbritannien, Irland und den Vereinigten Staaten stammten. Die Preisverleiher hoffen, die nun gelegten Fundamente werden nicht nur zu einem dauerhaften Frieden in Nordirland führen, sondern darüber hinaus auch friedliche Lösungen für andere religiöse, ethnische und nationale Konflikte in der ganzen Welt anregen.

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