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Nobelpreise 2009: Physik-Nobelpreis für Lichtleiter und CCD-Sensoren

Nobelpreisträger
Charles Kao, ehemals an der Chinese University of Hong Kong in China, teilt sich mit Willard Boyle und George Smith, beide früher an den Bell Laboratories in New Jersey, den diesjährigen Nobelpreis für Physik.

Die Physik-Nobelpreisträger 2009 | Charles Kao (links) erhält die Hälfte des Nobelpreises für Physik 2009. Der 1933 im chinesischen Schanghai geborene Physiker hatte im Jahr 1966 berechnet, wie Licht über große Entfernungen über optische Glasfasern übertragen werden kann. Auf Basis seiner Kalkulationen entstanden nur vier Jahre später Lichtleiter, die neue Maßstäbe auf diesem Gebiet setzten. Kao arbeitete vor seiner Pensionierung zunächst bei Standard Telecommunication Laboratories von Harlow in Großbritannien sowie an der Chinese University of Hong Kong.

Je ein Viertel des diesjährigen Preises gehen an den 1924 in Kanada geborenen Willard Boyle (Mitte) und den heute 79-jährigen George Smith (rechts), die in den Bell Laboratories in Murray Hill, New Jersey, 1969 den ersten erfolgreichen digitalen Bildsensor, den CCD-Sensor (Charge Coupled Device) ersonnen haben. Der Sensor nutzt den fotoelektrischen Effekt, um Licht in elektrische Signale umzuwandeln. Die Herausforderung bestand darin, die große Anzahl an Signalen zu erfassen und auszulesen. Heute finden sich CCDs in digitalen Kameras und in vielen medizinischen Anwendungen.
Kao berechnete im Jahr 1966, wie Licht über große Entfernungen über optische Glasfasern übertragen werden kann. Auf Basis seiner Kalkulationen entstanden nur vier Jahre später Lichtleiter, die neue Maßstäbe auf diesem Gebiet setzten. Während Lichtsignale in den 1960er Jahren nur rund 20 Meter weit übertragen werden konnten, waren jetzt über 100 Kilometer möglich. Heute sind optische Fasern aus Telekommunikationsnetzen nicht mehr wegzudenken. Für seine Forschung und seinen Enthusiasmus verlieh die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften Kao die Hälfte des Nobelpreises für Physik.

Die andere Hälfte der Ehrung gebührt Boyle und Smith. Sie ersannen 1969 den ersten erfolgreichen digitalen Bildsensor, den CCD-Sensor (Charge-Coupled Device). Der Sensor nutzt den photoelektrischen Effekt, um Licht in elektrische Signale umzuwandeln. Die Herausforderung bestand darin, die große Anzahl an Signalen zu erfassen und auszulesen. Heute finden sich CCDs in digitalen Kameras und in vielen medizinischen Anwendungen.

Ausführliche Informationen finden Sie in unserem Beitrag "Physik-Nobelpreis 2009: Willkommen im digitalen Zeitalter"

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