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Mikrophysik: Normale Gravitation im Nanomaßstab

Die Wirkung der langreichweitigen Gravitationskraft setzt sich im kleinen Maßstab mindestens bis in den Bereich von hundert Nanometern fort. Zu diesem Ergebnis sind Wissenschaftler um Ricardo Decca von der Indiana University-Purdue University mit einer neuen Messung gelangt.

Bei Experimenten mit mikroelektromechanischen Torsionskräften liegt eine der Schwierigkeiten darin, quantenmechanische Störungen weit gehend auszuschalten. So drücken beispielsweise beim Casimir-Effekt spontan aus der Vakuumsenergie hervorgehende Teilchenpaare eng beieinander liegende Plättchen zusammen. Dieses Problem bewirkt, dass die Forscher lediglich Änderungen der Gravitation ausschließen können, die eine Billion Mal stärker sind als die Gravitation selbst.

Trotz der großen Ungenauigkeit trägt das Resultat zu einer genaueren Abschätzung bei, bis in welche Dimensionen sich die Gravitationskraft so verhält, wie wir es aus dem makroskopischen Alltag gewohnt sind. Nur mit diesem Wissen wird es möglich sein, die Gravitation mit der elektrostatischen, der schwachen und der starken Wechselwirkung in einer großen vereinheitlichten Theorie zusammenzufassen.

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